Kids-Verbraucheranalyse 2009: Die Eltern sparen am Taschengeld
zuletzt aktualisiert: 11.08.2009 - 12:16Berlin (RPO). Deutschlands Kinder verfügen wegen der Wirtschaftskrise in diesem Jahr über weniger Geld als noch 2008. Die rund 5,7 Millionen Kinder im Alter zwischen sechs und 13 Jahren haben laut der Kids-Verbraucher-Analyse 2009 im Schnitt 1058 Euro im Geldbeutel und auf dem Sparkonto. Ein weiterer Trend: Mitterweile sitzen inzwischen zwei Drittel der 5,7 Millionen in Deutschland lebenden Kinder regelmäßig vor dem Computer, um zu arbeiten oder zu spielen.
Die Eltern sparen am Taschengeld. Durchschnittlich erhält jedes Kind 17 Euro weniger. Zudem fallen die Geldgeschenke zum Geburtstag oder zu Weihnachten geringer aus. Durchschnittlich erhält jedes Kind 17 Euro weniger als noch im Vorjahr. Zudem fallen die Geldgeschenke zum Geburtstag oder zu Weihnachten geringer aus.
Insgesamt verfügen die Sechs- bis 13-Jährigen in diesem Jahr hochgerechnet aber immer noch über ein beachtliches Vermögen von insgesamt rund sechs Milliarden Euro. Rund 3,6 Milliarden Euro davon schlummern der Analyse zufolge auf Sparkonten, das sind durchschnittlich 626 Euro pro Kind. Hochgerechnet fast 2,5 Milliarden Euro kommen durch Geldgeschenke und Taschengeld zusammen. Das Taschengeld wird vor allem für kleinere Posten wie Süßigkeiten, Zeitschriften und Eis ausgegeben. Angesichts der angespannten Haushaltskassen vieler Familien schrauben die Eltern in diesem Jahr die Ausgaben für Bekleidung (minus zehn Prozent) und Spielzeug (minus sieben Prozent) zurück.
Auf das Markenbewusstsein hat diese Reduktion allerdings keinen Einfluss. Denn das ist im Vergleich zum Vorjahr in den meisten Produktkategorien sogar noch gestiegen. Auch die Bereitschaft der Eltern, diese Markenwünsche zu erfüllen, ist noch einmal angestiegen.
Bei größeren Anschaffungen haben die Eltern ohnehin meist ein Wörtchen mitzureden. So bleibt vor allem bei den unter Zehnjährigen der Wunsch nach einem eigenen Mobiltelefon oftmals unerfüllt. Nur 16 Prozent in dieser Altersgruppe haben bereits ein Handy, bei den Zehn- bis 13-Jährigen sind dies hingegen 69 Prozent. Mit Computerspielen sind die Kinder recht gut ausgerüstet. Drei von zehn Kindern besitzen sowohl ein Handspielgerät als auch eine Konsole. Insgesamt sitzen der Analyse zufolge zwei von drei Kindern, das sind 3,7 Millionen, in ihrer Freizeit vor dem Computer, um zu arbeiten oder zu spielen.
Trotz der technischen Aufrüstung in den Kinderzimmern steht auch klassisches Spielzeug nach wie vor hoch im Kurs. 84 Prozent der Sechs- bis Neunjährigen und 77-Prozent der Zehn- bis 13-Jährigen nutzen Brett- und Kartenspiele, jeweils 76 beziehungsweise 61 Prozent puzzeln.
Dennoch greifen die Kinder auch weiter gerne zu Zeitschriften und Büchern. Immerhin noch 90 Prozent der sechs- bis 13-Jährigen lesen in Zeitschriften. Die beliebtesten Zeitschriften der Kinder sind das „Micky-Maus-Magazin“ aus dem Egmont Ehapa Verlag (631.000 Leser), der auch diese Studie herausbringt, gefolgt von „Disney Lustiges Taschenbuch“ (418.000) und Geolino (368.000). 82 Prozent und damit leicht mehr als im vergangenen Jahr greifen regelmäßig zu Büchern.
Die Kids-Verbraucher-Analyse wird seit 1993 alljährlich erstellt. In diesem Jahr wurden im Zeitraum von Februar bis April repräsentativ 1631 Kinder im Alter zwischen sechs und 13 Jahren befragt.
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