Hochzeitsmesse
Die Top-10-Hochzeitstrends 2016

Die Top-10-Hochzeitstrends 2016
Der schönste Tag des Lebens? FOTO: shutterstock.com/kireewong foto
Düsseldorf. Das Rad kann man angeblich nicht neu erfinden, gleiches gilt scheinbar für Hochzeiten. Zwei sich Liebende geben sich das Ja-Wort, es gibt etwas zu Essen, Fotos, eine Feier. Und dennoch – jedes Jahr kristallisieren sich neue Trends heraus, die einen kurios, die anderen interessant, manche überflüssig. Auch das Jahr 2016 hat einiges zu bieten. Von Jessica Kuschnik

  1. Drohnenfoto Ein richtig guter Hochzeitsfotograf ist so gut wie unsichtbar, hat dabei jedoch das Talent, die schönsten Momente festzuhalten. Im kommenden Jahr ist er nicht lautlos, sondern summt in einigen Metern Höhe in Form einer Drohne über der Hochzeitsgesellschaft. Luftbildaufnahmen sollen einen neuen Blickwinkel ermöglichen, damit alles, wirklich alles abfotografiert wird. Einige Fotografen haben sich bereits auf diese Art der Ablichtung spezialisiert. Das kann bei Gruppenfotos toll aussehen, das laute Surren der Drohne, das die Frage nach dem "Willst du?" übertönt, klingt allerdings wenig romantisch.
  2. Hashtag Die Hochzeit 2016 ist multimedial. Dazu legt das Brautpaar einen Hashtag – also ein Twitter-Stichwort – fest, etwa #JudithTomHochzeit. Über diesen können die Hochzeitsgäste dann über den Kurznachrichtendienst Twitter oder die Fotoplattform Instagram Selfies ins Internet hochladen, die sich das Brautpaar später ansehen kann. Doch vorsicht: Je später der Abend, desto besser sollte man darüber nachdenken, welche Bilder im Netz landen sollten.
  3. Selfie-Stick Es war so schön: Früher lagen auf den Tischen Einwegkameras. Damit konnten sich die Gäste ablichten, und erst einige Wochen später, nachdem der Film vom Entwickeln zurückgekommen ist, konnte man die meist witzigen Ergebnisse bestaunen. Doch das ist Schnee von gestern. Im kommenden Jahr liegen Selfie-Sticks auf den Tischen, in die die Gäste ihre Smartphones klemmen können. Die Wartezeit verkürzt sich damit, denn die Ergebnisse können umgehend gepostet werden. Leider geht damit auch die Vorfreude komplett flöten.
  4. Fleischfrei Auf fast jeder Hochzeit gibt es den einen Vegetarier, für den ein Extra-Menü geordert werden muss. Wer seine Gäste mit einem Buffet satt bekommen möchte, hat damit eigentlich kein Problem. Und trotzdem geht der Trend im kommenden Jahr hin zur laktose- und glutenfreien, ja sogar zur veganen Hochzeit. Das muss sich nicht auf das komplette Menüangebot auswirken. Doch damit bei der Feier niemand auf Leckerbissen verzichten muss, bieten viele Caterer inzwischen vielfältige Alternativen – die auch denjenigen schmecken, die sonst auf nichts verzichten müssen.
  5. Kreative Kaltgetränke Im einen Jahr ist es der Hugo, im anderen der Aperol Spritz, im nächsten der Gin-Tonic – bei den alkoholischen Getränken lässt sich das Brautpaar meist nicht lumpen und bietet neben Wein und Bier auch ein Trendgetränk an. 2016 soll es auch Alternativen zu Wasser, Cola und Fanta geben. Kreative Kaltgetränke sind im Kommen. Das können etwa Bio-Limonaden sein, noch beliebter sind allerdings selbst gemachte Limos: Dazu frische Limettenscheiben mit Minzblättern und braunem Rohrzucker im Sprudelwasser ziehen lassen und den Gästen servieren. Auch Gurkenscheiben mit einem Schuss Zitrone peppen das Wasser auf. Weitere Zutaten zum Verfeinern sind Ingwer, Himbeeren und Agavensirup.
  6. Naked Cake Viele Trends schaffen es von Übersee nach Deutschland. Im kommenden Jahr macht das Rennen der "naked cake" (zu dt. nackter Kuchen) aus den USA. Die Torten kommen dabei ohne Marzipan- oder Zuckerüberzug aus, so dass man die einzelnen Schichten aus Boden, Buttercreme und Früchten sehen kann. Der Vorteil: Die Kuchen sehen nicht nur toll aus und bieten freien Blick auf den Inhalt, die sind auch leichter und daher ideal für Sommerhochzeiten.
  7. Nachhaltigkeit Der Öko-Trend macht auch vor der Hochzeitsbranche keinen Halt. So greifen Braut und Bräutigam im kommenden Jahr gerne zu selbst gemachter Deko aus nachhaltigen Produkten, zum Second-Hand-Hochzeitskleid, Einladungskarten aus Recyclingpapier, speziell angefertigten Ringen aus Altgold und Lebensmitteln aus regionalem Anbau. Auch Caterer, Hochzeitsausstatter und Locations haben sich bereits auf "Green Weddings", also grüne Hochzeiten, spezialisiert.
  8. Individualität Hochzeiten werden immer mehr individualisiert, keine soll der anderen gleichen. Sei es der besondere Veranstaltungsort in der Mühle, im Zoo, im Fußballstadion oder im Schloss, die selbst gemachte Deko oder das einflechten von Bräuchen aus fremden Ländern. Wer etwas auf sich hält, der muss sich 2016 abheben. Kreativität ist gefragt, etwa bei der Gestaltung der Einladungskarten oder der Gastgeschenke. Auch Candybars, also Tische voller Süßigkeiten, und Motto-Hochzeiten gehören dazu. Zahlreiche Hochzeitsblogs beschäftigen sich damit und liefern Ideen für jeden Geldbeutel.
  9. Freie Trauung Sie sind auf das Brautpaar zugeschnitten, können lustig sein, romantisch oder traditionell – 2016 entscheiden sich viele Brautpaare für eine freie Trauung statt für eine kirchliche. Der Vorteil: Diese Trauungen können an jedem Ort stattfinden, etwa im heimischen Garten, in einer Kapelle oder am See. Sie folgen keinen strickten Regeln sondern können in Absprache mit dem Redner individuell abgestimmt werden. Diese sind in vielen Fällen auch Theologen, die dementsprechend auch kirchliche Elemente mit einfließen lassen können.
  10. Ehe-Erneuerung In den USA gehört diese Art der Liebeserklärung schon fast zu einer Ehe dazu, in Deutschland hingegen ist dieser Trend sehr neu. Statt Silber- oder Goldhochzeit zu feiern, wird das Ehegelübde dabei wie bei der ersten Hochzeit erneuert, entweder in der Kirche oder bei einer freien Trauung. Wer möchte, darf sich in sein altes Hochzeitskleid werfen – vorausgesetzt, es passt noch. Das Schöne daran: Kinder und Enkel können teilhaben, neue Freunde und alte Bekannte sind ebenfalls mit dabei.
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