BKA: Neonazi tötete seinen Kameraden: Doch kein doppelter Selbstmord in Eisenach
zuletzt aktualisiert: 21.11.2011 - 20:19Berlin (RPO). Erst hieß es, die beiden Zwickauer Neonazis hätten Selbstmord begangen. Doch nun geht das Bundeskriminalamt von einem anderen Hergang aus. Demnach soll der Rechtsterrorist Uwe Mundlos seinen Neonazi-Kameraden Uwe Böhnhardt am 4. November in dem Wohnmobil im thüringischen Eisenach mit einem aufgesetzten Kopfschuss getötet haben.
Dann habe Mundlos Feuer gelegt und sich mit der selben Waffe selbst erschossen. Dies belege die Tatsache, dass bei der Obduktion nur in der Lunge von Mundlos Rußpartikel des Feuers gefunden wurden, sagte BKA-Präsident Jög Ziercke am Montag in Berlin.
Die beiden Neonazis hatten sich nach einem Banküberfall in dem Wohnmobil versteckt, waren aber schon von der Polizei eingekreist. Nur Stunden später legte ihre Komplizin, Beate Zschäpe, einen Brand in der Zwickauer Wohnung des Trios.
Die Polizei hat inzwischen zwölf Verdächtige als Mitglieder oder Unterstützer der rechtsterroristischen NSU-Zelle im Visier. Neben dem "harten Kern" Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe gebe es neun weitere Verdächtige im Umfeld, berichtete Ziercke. Von den neun würden vier als Beschuldigte geführt, gegen die konkret ermittelt wird.
Die neun Personen aus dem Umfeld haben dem Trio, das 13 Jahre untergetaucht war, laut Ziercke als Fluchthelfer, Passbeschaffer, Kontakter, Wohnungsvermieter und als Wohnungsanmieter geholfen. Auch habe eine Person den Dreien ihr Konto zur Verfügung gestellt, eine andere beim Design der Bekenner-DVD geholfen.
Laut Ziercke hat die Polizei inzwischen 20 Schusswaffen bei dem rechtsextremen Trio gefunden. Allein in der ausgebrannten Wohnung in Zwickau seien elf Waffen sichergestellt worden.









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