Nach zwei Wochen: Dompteur nach Tiger-Attacke aus Koma erwacht
zuletzt aktualisiert: 27.12.2009 - 21:42Hamburg (RPO). Zwei Wochen nach dem Tiger-Angriff ist der schwer verletzte Dompteur Christian Walliser in einer Hamburger Klinik aus dem künstlichen Koma erwacht.
Das habe Zirkus-Direktor Stefan Pagels bestätigt, berichtet die "Bild"-Zeitung . An Heiligabend öffnete der 28-jährige Artist demnach seine Augen und reagierte, als Ärzte seinen Namen nannten. Nach wenigen Minuten sei Walliser wieder eingeschlafen. Er solle nun schrittweise aus dem Koma geholt werden.
Der Dompteur aus Augsburg war am 8. Dezember vor 150 bis 200 Gästen bei einer Dinner-Show auf dem Gelände des Tierparks Hagenbeck gestolpert und von drei Tigern angefallen worden. Walliser kam mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Universitätsklinikum Eppendorf. Bei dem Angriff der Raubkatzen erlitt der Dompteur unter anderem ein offenes Schädel-Hirn-Trauma und schwere Verletzungen am Brustkorb. Drei Tage später war er außer Lebensgefahr.
Den Ermittlungen zufolge war der Dompteur kurz nach Beginn der Vorstellung, während der etwa 200 Gästen ein Fünf-Gänge-Menü gereicht wird, plötzlich im Zentralkäfig gestolpert. Dadurch habe er für einen Augenblick die Kontrolle über seine fünf Jungtiere verloren, sagte Pagels, der die Dinner-Party veranstaltet.
Dies hätten drei der Großkatzen ihrer Natur entsprechend sofort genutzt, um mit dem Tierlehrer zu "spielen". Der Vorfall sei kein böswilliger Angriff gewesen, da die Katzen den Dompteur sonst praktisch als ein Leittier betrachteten.
Mitarbeiter des Veranstalters griffen Pagels zufolge unmittelbar nach dem Angriff ein und konnten nach etwa 30 Sekunden die Tiger mit Stangen und Feuerlöschern von dem Mann trennen. Einem Arzt aus dem Publikum gelang es, die schwere Blutung an der zerfleischten Hand des Dompteurs zu stoppen. Wenige Minuten später trafen die alarmierten Notärzte ein.
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