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Niedersachsen
Polizei ermittelt im Umfeld von vermisster Familie

Drage: Polizei ermittelt im Umfeld von vermisster Familie
Seit fast einer Woche fehlt von der Familie jede Spur. FOTO: dpa, cul
Drage. Bei der Suche nach einer seit fast einer Woche verschollenen dreiköpfigen Familie aus Niedersachsen konzentrieren sich die Ermittler jetzt auf das persönliche Umfeld der Vermissten.

"Wir befragen Nachbarn, Arbeitskollegen und Bekannte, um Hinweise auf den Aufenthaltsort der Familie zu erhalten", sagte Polizeisprecher Jan Krüger am Mittwoch in Buchholz. "Wir haben noch immer keine konkrete Vorstellung dessen, was zum Verschwinden der Familie geführt haben könnte - wir stehen vor einem Rätsel."

Die Familie aus dem kleinen Ort Drage nahe Hamburg wird seit Donnerstag vergangener Woche vermisst. Am Montag ging die Polizei mit der Suche an die Öffentlichkeit. Am Mittwochmorgen berieten sich die Fahnder über ihr Vorgehen - weitere Suchaktionen seien am Mittwoch nicht geplant, sagte Krüger anschließend.

Die Polizei hatte am Dienstag die Suche nach dem 41 Jahre alten Marco Schulze, seiner zwei Jahre älteren Ehefrau Sylvia und ihrer zwölfjährigen Tochter Miriam rund um die kleine Gemeinde zunächst eingestellt. Eine Hundertschaft aus Niedersachsen und Hamburg hatte vergeblich die Waldgebiete in der Umgebung und die Elbe mit Spürhunden abgesucht. Auch Polizeitaucher waren im Einsatz.

Die Polizei hat Fotos der Vermissten veröffentlicht. Bis Mittwoch seien rund 25 Hinweise eingegangen, sagte Krüger. Daraus habe sich jedoch "keine konkrete Spur ergeben". Bei der Suche werden auch die sozialen Netzwerke einbezogen.

Die Eltern waren nach Medienberichten nicht bei ihren Arbeitgebern erschienen, die Tochter soll länger geplante Reiterferien nicht angetreten haben. In Niedersachsen sind seit Donnerstag Schulferien. "Ein spontaner Kurzurlaub ist weiterhin äußerst unwahrscheinlich", sagte Krüger. Zu Berichten, wonach die Familie Handys und Ausweise im Haus zurückgelassen haben soll, wollte er weiter nichts sagen. Nach einem Bericht der Lüneburger "Landeszeitung" vom Mittwoch steht die Polizei in Kontakt mit einer älteren Tochter, die bereits eine eigene Wohnung hat.

Zeugen zufolge war Marco Schulze noch am Donnerstagmorgen alleine in einem Auto der Familie in der Nähe unterwegs. Der Wagen wurde später von der Polizei sichergestellt. Die Untersuchungen hätten aber keine Auffälligkeiten ergeben, hieß es. Vermisst wird weiterhin ein grünes Herrenfahrrad der Familie.

(dpa)
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