Nach Überfall: Drei Wochen mit Kugel im Kopf gelebt
zuletzt aktualisiert: 24.11.2009 - 17:41Osterholz (RPO). Erst drei Wochen nach einem Überfall auf einen 20-Jährigen aus Osterholz ist in dessen Kopf ein vermutlich bei der Tat abgefeuertes Geschoss entdeckt worden. Weil die Kopfschmerzen seit dem Geschehen am 31. Oktober nicht nachließen und eine kleine Wunde am Kopf schlecht verheilte, war der Mann am Sonntag zu einer Untersuchung ins Krankenhaus gegangen.
Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, wurde dort ein vier Millimeter großes Projektil aus der Stirn entfernt.
Die Polizei war bereits kurz nach dem Geschehen am frühen Morgen des 31. Oktober gerufen worden. Damals hatten der junge Mann und dessen Freundin angegeben, sie seien von Insassen eines Autos gestoppt und ohne Vorwarnung niedergeschlagen worden. Einer der Angreifer soll eine Schusswaffe dabei gehabt haben, mit der er einmal geschossen habe. Anschließend seien die Täter davongefahren.
Eine Personenbeschreibung oder Hinweise zum Fahrzeug konnten der 20-Jährige und seine zwei Jahre jüngere Freundin nicht abgeben. Beide waren erheblich alkoholisiert und wiesen augenscheinlich nur leichte Verletzungen auf. Angebote auf medizinische Versorgung lehnten sie zunächst ab, ließen sich dann aber auf Zureden der Beamten ins Krankenhaus bringen, von wo beide nach ambulanter Behandlung noch am selben Tag wieder entlassen wurden.
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