Entsetzen in jüdischer Gemeinde: Dresdner Synagoge mit Hakenkreuzen beschmiert
zuletzt aktualisiert: 08.11.2009 - 16:07Dresden (RPO). Unmittelbar vor dem Jahrestag der Judenpogrome am 9. November 1938 ist die Neue Synagoge am Dresdner Terrassenufer mit fremdenfeindlichen Symbolen beschmiert worden. Die Außenmauer ist auf zehn Metern Länge unter anderem mit Hakenkreuzen verschandelt worden.
Die Polizei in Dresden bestätigte am Sonntag einen entsprechenden Bericht des MDR. Der Staatsschutz ermittelt. Der Vorsitzende des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Sachsen, Heinz-Joachim Aris, zeigte sich im MDR entsetzt, dass eine solche Tat vor dem Jahrestag der Pogromnacht in Deutschland möglich war.
Bei den Judenpogromen 1938 wurden 200 Synagogen, Friedhöfe sowie Tausende Wohn- und Geschäftshäuser von Juden zerstört, 30.000 Menschen wurden verhaftet, mindestens 91 allein in der Nacht ermordet. Die Pogrome waren ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zum organisierten Massenmord an den Juden im Dritten Reich.
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