Eisige Temperaturen und Sonnenschein: Düsseldorf: Über eine Million Jecken tanzten in den Straßen
zuletzt aktualisiert: 23.02.2004 - 18:14Düsseldorf (rpo). "Wat kütt dat kütt" - das ließen sich die Närrinnen und Narren in Düsseldorf nicht zwei Mal sagen. Über eine Millionen Jecken schunkelten und tanzten in den Straßen.
Im "Zoch" mit seinen 67 Prunkwagen und 71 Fußgruppen, 220 Pferden, 48 Musikkapellen und 71 Fußgruppen aus dem In- und Ausland bekamen die Berliner Polit-Größen ihr Fett weg. So zeigte ein Wagen den sich entblößenden Kanzler, der die "alte Tante SPD" mit den Worten erschreckte: "Der Staat ist pleite."
Und Indianerin Angela Merkel wurden mit ihren "Trophäen" gezeigt: Den Köpfen von Friedrich Merz, Edmund Stoiber und Roland Koch. Aber auch die Hitze und Trockenheit des vergangenen Sommers war ein Thema. Motto des diesjährigen Umzuges war "Wat kütt dat kütt" (Was kommt, das kommt).
Polizei und Rettungsdienste in Köln und Düsseldorf meldeten bis zum frühen Abend keine größeren Zwischenfälle. Ausnahme war eine Rangelei am Kölner Zugweg, bei der ein 51-Jähriger einen Schlaganfall erlitt.
Er musste in eine Klinik eingeliefert werden. In Baesweiler bei Aachen wurde ein siebenjähriger Junge von einen Versorgungswagen des Rosenmontagszug überrollt und schwer verletzt. Beim Duisburger Rosenmontagszug geriet eine Zugbegleiterin unter einen Festwagen und erlitt ebenfalls schwere Verletzungen.
Auch in Aachen und Eschweiler jubelten die Jecken ihren närrischen Herrschern zu. Mit über 400 Gruppen und Musikcorps war der Eschweiler Rosenmontagszug der viertgrößte Deutschlands. Der Rosenmontagszug in der Bundesstadt Bonn stand unter dem Motto "Fiesta Bonnensia".
Rosenmontagszüge gab es aber nicht nur in den traditionellen Hochburgen am Rhein. Auch in westfälischen Städten wie Münster und Dortmund nahmen die Jecken das Zepter in die Hand.
So feierten rund 100.000 Zuschauer in Münster den Umzug, der in diesem Jahr unter dem Motto "Wenn für lau, dann jau!" stand. Rund 120 Wagen und Fußgruppen starteten um 12.11 Uhr vor dem Münsteraner Schloss zum Marsch durch die Innenstadt.
Beim "westfälische Nachbarn" Dortmund feierten 210 000 Zuschauer unter dem Motto "Was Politik sich auch erdacht - Humor ist, wann man trotzdem lacht!". 18 Wagen, 20 Fußgruppen sowie sieben Kapellen und Musikzüge beteiligten sich an dem närrischen Zug.
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