"Bild"-Zeitung berichtet: Dunkle Erinnerung: Miss Germany-Vater erschossen
zuletzt aktualisiert: 17.01.2005 - 12:36Köln (rpo). Laut eines Zeitungsberichtes soll ein hasserfüllter Rechtsradikaler den Vater der frisch gebackenen Miss Germany erschossen haben. Als Teenager habe die schöne Asli Bayram zusehen müssen, wie ihr Vater in den eigenen vier Wänden einem Mord zum Opfer gefallen sei. Mit dem Blatt habe die heute 23-Jährige über ihre dunklen Erinnerungen an den Februar 1994 gesprochen, als auch sie in Lebensgefahr gewesen sei.
Die "Bild"-Zeitung berichtet weiter, dass der Lebensgefährte der Nachbarin den Mord begangen habe. Sie zitiert Asli Bayram: "Es klingelte an der Tür, mein Vater Ali öffnete, dann fiel ein Schuss. Er sackte tot zusammen. Er war erst 50 Jahre alt!"
Darauf sei der 29-jährige Täter in die Wohnung der türkischen Familie eingedrungen. Bayram erklärt in der "Bild"-Zeitung: "Der Täter wollte uns alle umbringen. Er schoss wild um sich, traf mich am Arm. Der Killer war uns als Rechtsradikaler bekannt."
Motiv: Ärger über Lärm
Nach der Tat sei der Mörder geflohen. Als die Polizei ihn verhaftete, gab er als Tatmotiv an, sich immer wieder über den Lärm der Famlilie mit fünf Kindern im Treppenhaus geärgert zu haben.
Das Landgericht Darmstadt habe den Mann wegen Totschlags zu neun Jahren Haft verurteilt. Die "Bild"-Zeitung erklärt, dass der Täter jedoch vorzeitig entlassen worden sei. Doch Miss Germany zeigt Stärke. Zu dem Blatt sagte die Jura-Studentin: "Ich habe heute keine Angst mehr, dass er auch mir etwas antut. Ich habe mit der Tat abgeschlossen."
Asli Bayram habe weiter ausgeführt: "Dennoch habe ich mit Deutschland meinen Frieden gemacht. Deutschland ist mein Land, und überall gibt es gute und schlechte Menschen."
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