Gattin liegt noch im Koma: Ehemann gesteht Vergiftung mit Capri-Sonne
zuletzt aktualisiert: 27.07.2012 - 14:27Bremen (RPO). Im Fall des durch vergiftete "Capri Sonne"-Beutel erkrankten Bremer Ehepaars ist der 65-jährige Betroffene selbst als Täter identifiziert worden. Das teilte die Polizei am Freitag in der Hansestadt mit.
Er sei nach intensiven Ermittlungen am Donnerstag unter dringendem Tatverdacht festgenommen worden, die Saft-Trinkpäckchen für seine Frau und sich präpariert zu haben. Ihm werde versuchter Mord vorgeworfen, sagte ein Sprecher der Bremer Staatsanwaltschaft am Freitag. Zu dem Motiv könne noch nichts gesagt werden.
Nach dem Verzehr des vergifteten Safts vor mehr als zwei Wochen war die 54-jährige Ehefrau des Mannes schwer erkrankt und musste in ein künstliches Koma versetzt werden. Ihr Mann trank ebenfalls davon, konnte das Krankenhaus aber anders als seine Gattin bereits nach einer Woche wieder verlassen. In den folgenden Vernehmungen der Ermittler habe er dann schließlich gestanden, das Gift im eigenen Haushalt in die Getränke-Tüten gemischt zu haben, teilte die Polizei mit. Damit stelle sich der Vorfall als "absoluter Einzelfall" dar.
Der Hersteller des Getränks hatte sofort nach Bekanntwerden des Falls versichert, die Ware habe das Werk in einwandfreiem Zustand verlassen. Auch die Ermittlungen der Polizei ergaben, dass die 330-Milliliter-Packungen mit Schraubverschluss nachträglich manipuliert worden waren. Die Bremer Polizei dankte der Herstellerfirma ausdrücklich "für die hervorragende Kooperation".









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