Zwei Opfer: Eifersucht: Todesschüsse in Viersen
VON JOACHIM NIESSEN - zuletzt aktualisiert: 13.06.2006 - 10:38Viersen (RP). Ein Eifersuchtsdrama hat am Montagmorgen kurz vor drei Uhr die Bürger in der Viersener Innenstadt aus dem Schlaf geschreckt: Mit drei Schüssen hatte ein 53-jähriger ehemaliger Oberstleutnant der Bundeswehr den neuen Freund seiner Ex-Frau getötet.
Bei dem Opfer handelt es sich um einen 50-jährigen Mediziner aus Viersen. „Sicher ist, dass sich die beiden Männer vorher noch nie begegnet sind“, sagte Friedhelm Schultz, Leiter der zuständigen Mordkommission in Mönchengladbach. Mehrere Anwohner waren durch die Schüsse in der Nacht aufgewacht und hatten die Polizei informiert.
Den Beamten bot sich auf der Zufahrt zu einem Viersener City-Parkplatz ein schockierendes Bild. Auf dem Boden lag der leblose Körper des Mediziners, der von drei Kugeln in die Brust getroffen worden war. „Der Notarzt konnte an Ort und Stelle nur noch den Tod feststellen“, berichtete Staatsanwalt Michael Oettli. Der schon längere Zeit von seiner Frau getrennt lebende Internist hinterlässt vier Kinder.
Bei der anschließenden routinemäßigen Kontrolle der auf dem Parkplatz abgestellten Fahrzeuge stießen die Ermittler auf einen schwarzen BMW mit Düsseldorfer Kennzeichen. Hinter dem Steuer saß der 53-jährige Ex-Soldat - ebenfalls tot: „Der Mann hatte sich mit einem Revolver in den Kopf geschossen“, sagte Schultz. Neben dem Toten lagen Waffe und Abschiedsbrief.
Hintergrund der Tat war die chronische Eifersucht des 53-Jährigen, dessen Frau sich bereits vor fünf Jahren von ihm getrennt hatte. Seit drei Jahren ist das Paar geschieden. „Doch durch das gemeinsame Kind gab es immer noch Kontakt“, so Oettli. Auch strafrechtlich war der Ex-Soldat schon einmal in Erscheinung getreten: wegen Bedrohung seiner Ex-Frau.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







