Großeinsatz im Westerwald: Eingeklemmter Forscher aus Höhle befreit
zuletzt aktualisiert: 02.11.2009 - 11:13Dillenburg (RPO). In einem Großeinsatz mit Helfern aus drei Bundesländern ist im Westerwald ein eingeklemmter Höhlenforscher aus einer Höhle befreit worden. Der 46 Jahre alte Mann konnte die zu Breitscheid gehörende Höhle nach 15 Stunden in guter gesundheitlicher Verfassung auf eigenen Füßen verlassen.
Das teilte die Polizei in Dillenburg am Montag mit. Er sei aber zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht worden. Neben den freiwilligen Feuerwehren aus vier Nachbargemeinden und Helfern vom Roten Kreuz und den Maltesern waren auch Spezialisten der Höhlenrettung aus Bayern und Thüringen im Einsatz.
Der Mann war laut Polizei am Sonntag zusammen mit drei anderen Forschern in das Höhlenlabyrinth bei Breitscheid-Erdbach eingestiegen, um dort Erkundungen anzustellen. Die Gruppe ging in eine im Jahr 2003 entdeckte Höhle, in der bereits in der Vergangenheit mehrere Erkundungen stattgefunden hatten.
An einer nach oben führenden Engstelle habe sich beim Durchzwängen ein etwa hundert Kilo schwerer Steinbrocken gelöst und den Forscher im Hüftbereich eingeklemmt. Sein Oberkörper hing im dunklen Bereich nach oben fest, die Füße und Beine waren für seine Retter sichtbar.
Mit Hilfe eines Heizgebläses und wärmender Hotpacks wurde der Mann vor Unterkühlung geschützt. Außerdem wurde er über einen Schlauch mit Tee versorgt. Laut Polizei wurde dann in der mehrstündigen, auch für die Retter gefährlichen Hilfsaktion vorsichtig das Gestein gelockert und entfernt, bis der Mann befreit werden konnte.
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