Flughafen in Berlin vorübergehend gesperrt: Eisregen sorgt für Verkehrschaos
zuletzt aktualisiert: 06.01.2011 - 11:32In Berlin wurde der Flughafen Tegel vorübergehend gesperrt. Die Berliner Feuerwehr rief den Ausnahmezustand aus. Zehn Flüge fielen nach Angaben eines Flughafensprechers aus. Sechs Maschinen seien auf den Flughafen Berlin-Schönefeld umgeleitet worden. Starts seien aber auch dort aus Sicherheitsgründen vorübergehend nicht möglich. Im Laufe des Tages werde sich der Flugbetrieb aber wieder normalisieren, sagte der Sprecher. Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt gab es dagegen kaum Probleme. "Hier und da gibt es geringfügige Verspätungen, aber insgesamt läuft der Flugbetrieb normal", sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport.
Da viele Reisende und Pendler wegen des Eisregens auf Bahn und den öffentlichen Nahverkehr umstiegen, waren vor allem in Norddeutschland Fernzüge überfüllt. Der Deutsche Wetterdienst hat eine Unwetterwarnung für den größten Teil des Bundesgebiets ausgegeben.
"In Niedersachsen fällt die Schule aus", sagte ein Polizeisprecher in Hannover. "Die Leute sollen zu Hause bleiben", sagte ein Polizeisprecher für den Bereich Unterfranken. Da die Abschleppwagen nicht fahren könnten, würde nun das Technische Hilfswerk (THW) hinzugezogen, um liegengebliebene Fahrzeuge von den Straßen zu bekommen.
Zur Beseitigung von Frostschäden wird die Autobahn 7 erneut gesperrt. Betroffen sei die Fahrtrichtung Norden zwischen den Anschlussstellen Göttingen-Nord und Nörten-Hardenberg, sagte am Donnerstag ein Sprecher Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim. Die Sperrung sollte am Donnerstag um 20 Uhr beginnen und bis etwa 6.00 Uhr am Freitag andauern.
Der Verkehr wird über die parallel zur Autobahn verlaufende Bundesstraße 3 umgeleitet. Das A 7-Teilstück zwischen Nörten-Hardenberg und Northeim-West war bereits von Dienstag bis Mittwoch gesperrt worden, weil Schlaglöcher und Risse in der Fahrbahn geflickt werden mussten
Zum Glück seien wegen des Feiertags in Bayern weniger Lkw als sonst unterwegs. Eisregen und spiegelglatte Fahrbahnen wurden auch aus Mittelfranken gemeldet. "Hier geht nichts", sagte ein Polizeisprecher. Die Winterdienste seien zum Teil eingestellt.
Extreme Glätte gab es am Morgen auch im südlichen Schleswig-Holstein. Einige Buslinien seien eingestellt und zahlreiche Unfälle registriert worden, hieß es bei der Polizei. Auf der A 24 in Mecklenburg-Vorpommern wurden Fahrer von Gefahrguttransporten aufgefordert, die nächste Raststätte aufzusuchen. Auch in Hamburg war es sehr glatt. Noch laufe der Verkehr aber, sagte ein Polizeisprecher.
Der Deutsche Wetterdienst hatte für weite Teile Deutschlands Unwetterwarnungen herausgegeben. Die bislang vorherrschende Kaltluft wird von atlantischen Tiefausläufern über Frankreich abgedrängt. Die Tauwetterphase soll laut den Meteorologen länger anhalten.
Wegen starken Tauwetters gab es zudem Unwetterwarnungen für Teile von Saarland, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen. Dort drohen bis Freitag, vier Uhr, Hochwasser, überschwemmte Straßen und Erdrutsche, wie der DWD mitteilte
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