Model widerspricht Angaben in Becker-Autobiografie: Ermakowa: "Unzählige" Anrufe von Boris Becker
zuletzt aktualisiert: 12.11.2003 - 15:09München (rpo). Die "Besenkammer"-Affäre habe sich keineswegs so abgespielt, wie Boris Becker in seiner Autobiografie behauptet. Die Mutter von Beckers unehelicher Tochter, Angela Ermakowa, erklärt jetzt in einem Interview, beide hätten sich schon länger gekannt und berichtet von "unzähligen" Anrufen.
Schon lange vor dem betreffenden Abend habe der dreifache Wimbledon-Sieger ihre Telefonnummer gehabt, erzählt die Russin in der Zeitschrift "Bunte". Sie nehme jedoch nicht an, dass er sie habe verführen wollen: "Ich glaube, geplant hat er das wirklich nicht. Es hat sich halt so ergeben." Die aus der Blitzaffäre stammende dreijährige Tochter Anna habe Becker bislang lediglich fünf Mal gesehen, sagte Ermakowa. "Inzwischen sind sie einander etwas vertrauter", fügte sie hinzu. "Er nimmt sie in den Arm und die beiden kuscheln immer ein bisschen."
Becker selbst sagte der "Bunten" in einem separaten Interview, er habe sein Buch auch für seine Kinder geschrieben. "Sie sollen auch erfahren, dass ihr Vater kein Heiliger ist." Er freue sich darauf, wenn er einmal mit ihnen über sein Werk diskutieren könne. "Ich bin für kritische Fragen gewappnet."
Auf sein Liebesleben angesprochen erklärte der Tennisstar, trotz seiner jetzt schriftlich niedergelegten Bekenntnisse habe er sein Privatleben größtenteils aus der Öffentlichkeit herausgehalten: "Glücklicherweise ist höchstens ein Drittel bekannt", betonte Becker. Bei dem Buchtitel "Augenblick, verweile doch" habe er sich von Goethes Faust inspirieren lassen. "Wie Faust suche auch ich immer wieder Herausforderungen."
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







