Holzklotz-Mord: Ermittler kommen schnell voran
zuletzt aktualisiert: 10.08.2008 - 12:41München (RPO). Die Ermittler sind im Fall um den Holzklotz-Mord einen großen Schritt voran gekommen. Dem mutmaßlichen Täter Nikolai H. wurde nun "Täterwissen" nachgesagt.
H. habe offenbar beobachtet, wie der Fahrer Wladimir K. nach dem Anschlag versuchte, seine Frau wiederzubeleben. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus" mit Verweis auf die Anklageschrift.
Am Ostersonntag soll H. auf der A 29 bei Oldenburg die 33-jährige Olga K. getötet haben, indem er einen 5,9 Kilo schweren Holzblock in die Frontscheibe ihres Autos warf.
Der Anklage zufolge hatte er den Holzklotz über die Fahrbahn gehalten "und als ein Auto kam, einfach fallen lassen". Dann habe er einen Knall gehört und sich umgedreht und gesehen, wie der Wagen anhielt und der Fahrer das Warnblinklicht einschaltete.
Während H. noch oben am Geländer stand, öffnete Wladimir K., der Fahrer des getroffenen Pkw, die Tür einen Spalt weit und versuchte, im schwachen Schein der Innenbeleuchtung, seine Frau wiederzubeleben. Auf seinem Handy wählte er den Notruf der Polizei und stieg aus. Der Angeklagte H. erinnerte sich im Verhör: Ein Mann sei auf der Fahrerseite ausgestiegen und um das Auto herumgegangen.
Dann habe er Angst bekommen und sei aufs Fahrrad gestiegen und weggefahren. Polizei und Staatsanwaltschaft werten diese Details als "Täterwissen". Denn sie decken sich mit der Aussage des Witwers gegenüber der Polizei.
Der Prozess gegen Nikolai H. soll Anfang November beginnen. Der Mann war Ende Mai rund zwei Monate nach der Tat festgenommen worden und hatte zunächst gestanden. Kurze Zeit später ließ er das Geständnis durch seine Anwälte widerrufen.
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