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Auftritt nahe Sewastopol
Ermittlungen gegen Scooter wegen Krim-Reise

Ermittlungen gegen Scooter wegen Krim-Reise
Kennt nur ein Gas, Vollgas: H.P. Baxxter (53) während des umstrittenen Auftritts. FOTO: dpa, kno
Sewastopol. Wegen eines Auftritts der deutschen Technoband Scooter auf der Schwarzmeerhalbinsel Krim haben die ukrainischen Behörden Ermittlungen eingeleitet. Im schlimmsten Fall sollen der Band acht Jahre Haft drohen.

Deutschland werde gebeten, bei einer Befragung der Band Rechtshilfe zu leisten, berichtete die Agentur Unian unter Berufung auf die ukrainische Staatsanwaltschaft der Krim. Die illegale Einreise auf die 2014 von Russland annektierte Krim sei "ein Verbrechen mit schwerwiegenden rechtlichen Folgen", sagte der ukrainische Botschafter Andrej Melnyk der Funke-Mediengruppe. Er bestätigte, ein Strafverfahren sei eingeleitet worden. "Das ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine gravierende Straftat, die weltweit geahndet wird." Ein Strafe von bis zu acht Jahren sei möglich.

 "Spasibo, Crimea! See you next time"

Die Ukraine betrachtet Reisen auf die Krim über Russland, wie die Band Scooter es getan hatte, als Verletzung ihrer Grenzen. Zudem lässt sie Künstler nicht einreisen, die seit 2014 auf der Krim aufgetreten sind. Beim Eurovision Song Contest in Kiew im Mai durfte deswegen die russischen Kandidatin Julia Samoilowa nicht einreisen.

Scooter war am Freitagabend als Headliner bei dem beliebten Musikfestival ZBFest in Balaklawa nahe der Marinestadt Sewastopol aufgetreten. Die Fans hätten die Band ausgelassen gefeiert, meldete die Agentur Ria Nowosti am Samstag. Demnach verabschiedete sich der in Hamburg wohnende Frontmann H.P. Baxxter (53) vom Publikum mit den Worten: "Spasibo, Crimea! See you next time" (Danke, Krim! Bis zum nächsten Mal). Die Veranstalter hatten zu dem Festival rund 30.000 Zuschauer erwartet.

(csi/dpa)
 
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