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Stadtteil Friedrichshain
Erneut Randale in Berlins Rigaer Straße – Polizistin verletzt

Ausschreitungen in Rigaer Straße in Berlin
Ausschreitungen in Rigaer Straße in Berlin FOTO: dpa, gam
Berlin. In der Rigaer Straße im Berliner Szene-Stadtteil Friedrichshain kommt es immer wieder zu Ausschreitungen – so auch in der Nacht zu Samstag. Dabei wurde eine Polizistin leicht verletzt.

In der Nacht zum Samstag randalierten Dutzende Vermummte, es flogen Flaschen und Steine, Böller explodierten. Wie die Polizei mitteilte, wurde eine Beamtin leicht verletzt. Autos und ein Toilettenhäuschen gingen in Flammen auf.

Kurz nach Mitternacht entzündeten nach Angaben der Polizei 40 bis 60 größtenteils Vermummte auf einer Kreuzung der Rigaer Straße ein Feuer und lockerten Pflastersteine aus dem Boden. Von Anwohnern alarmierte Polizisten seien "sofort massiv mit Steinen, Flaschen, Pyrotechnik, bengalischen Feuern und anderen brennenden Gegenständen" beworfen worden.

Polizei mit Großaufgebot vor Ort

Nach Angaben der Polizei hielten sich beim Eintreffen der Sicherheitskräfte rund 100 Menschen rund um die verbarrikadierte Kreuzung auf. "Es wurden polizeifeindliche Sprüche skandiert und immer wieder Pyrotechnik sowie andere Gegenstände entzündet", teilte die Polizei mit. "Die Gewalt ging hauptsächlich von einer rund 60-köpfigen, überwiegend vermummten Gruppe aus."

Mit einem Großaufgebot beruhigte die Polizei die Lage. Die Polizei war demnach mit einem Hubschrauber im Einsatz, um die Szene auszuleuchten. Die Straßenlaternen seien von den Randalierern zuvor größtenteils so manipuliert oder beschädigt worden, dass sie nicht mehr funktionierten.

Ein 22-Jähriger wurde vorübergehend festgenommen, weil er mehrfach die Besatzung des Hubschraubers geblendet haben soll. Bei ihm fanden die Beamten nach eigenen Angaben neben einem Laserpointer eine Zwille mit mehreren Stahlkugeln, Pyrotechnik, ein Messer, Handschuhe und eine Sturmhaube. Drei weitere Männer im Alter von 22, 23 und 29 Jahren wurden demnach festgenommmen, weil sie an Straftaten beteiligt gewesen sein sollen.

Strafermittlungsverfahren eingeleitet

Warum es zu der Randale kam, war zunächst unklar. Am Samstagmorgen waren die Sicherheitskräfte weiter damit beschäftigt, die Vorfälle aufzuarbeiten. Die Polizei leitete Strafermittlungsverfahren wegen besonders schweren Landfriedensbruchs, schweren Landfriedensbruchs, Landfriedensbruchs, Brandstiftung, Widerstands, versuchter gefährlicher Körperverletzung, Verstößen gegen das Waffen- sowie das Sprengstoffgesetz und Sachbeschädigung ein

In dem Viertel rund um die Rigaer Straße wurden in der Vergangenheit immer wieder Autos angezündet, zudem kam es zu gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Polizei und Angehörigen der dortigen Hausbesetzerszene.

(das/dpa/afp)
 
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