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Erstes Halbjahr 2017
Bislang suchten nur 90.000 Menschen Asyl in Deutschland

Erstes Halbjahr 2017: Bislang suchten nur 90.000 Menschen Asyl in Deutschland
FOTO: RP/Endermann
Berlin. Im ersten Halbjahr sind 90.389 Asylsuchende in Deutschland registriert worden. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat sich ihre Zahl in etwa halbiert, teilte das Bundesinnenministerium am Freitag in Berlin mit.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) entschied demnach in den ersten sechs Monaten über die Anträge von 408.147 Personen, rund 44 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2016. "Die Entwicklung im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge insgesamt ist erfreulich und ein Erfolg für die dortige Leitung sowie die Mitarbeiter", erklärte Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU). Auch im internationalen Vergleich sei dies eine beachtliche Leistung.

Die Asylsuchenden kamen laut Ministerium vor allem aus Syrien, Irak, Afghanistan und Eritrea. Die Zahl der offenen Fälle beim BAMF konnte demzufolge deutlich abgebaut werden. Zum Jahresbeginn habe es noch 433.719 unerledigte Verfahren gegeben, zum 30. Juni 2017 seien es nur noch 146.551 - ein Rückgang von 66 Prozent.

Neben dem weiteren Abbau der Verfahren liegt laut de Maiziere nun ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit darauf, die Qualität zu sichern und die Verfahren zu verbessern. "Außerdem wird das Bundesamt in Kürze mit der angekündigten vorgezogenen Überprüfung von 80.000 bis 100.000 Bescheiden aus den Jahren 2015 und 2016 beginnen", so der Minister.

(felt/KNA)
 
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