Berliner Bombenopfer Charlyn: "Es geht mir viel besser"
zuletzt aktualisiert: 09.12.2008 - 20:16Berlin (RPO). Die zwölfjährige Charlyn, die Opfer einer Briefkasten-Bombe wurde, erfuhr aus dem Fernsehen, wer der mutmaßliche Täter ist: Ihr eigener Onkel. Medienberichten zufolge hat sie es bereits geahnt.
Charlyn hat aus dem Fernsehen erfahren, dass es sich bei dem Täter um ihren Onkel handelt. "Ich habe es schon geahnt", sagte Charlyn der "Bild"-Zeitung vom Dienstag. Sie habe demnach nur zufällig den Fernseher in ihrem Krankenzimmer angeschalten, als der Fall in den Nachrichten lief.
Sie sei zudem sicher, dass ihr Onkel Peter John eigentlich ihre Eltern treffen wollte. "Ich bin froh, dass Mama und Papa nichts passiert ist", sagte die Zwölfjährige, der bei dem Anschlag vor knapp zwei Wochen der rechte Arm zerfetzt worden war.
Der Zustand des Mädchens ist mittlerweile stabil. "Es geht mir viel besser", sagte Charlyn. "Ich kann schon wieder drei Finger bewegen." Mindestens bis Februar muss sie nach Angaben der Ärzte jedoch noch im Krankenhaus bleiben. Ihren Berufswunsch Tierärztin hat die Zwölfjährige mittlerweile verworfen. "Ich kann kein Blut mehr sehen, mir wird dann schlecht", sagte sie "Bild".
Peter John hatte im Briefkasten der Familie eine Bombe deponiert, die explodierte, als Charlyn die Post holen wollte. Ein weiterer Sprengsatz auf dem Auto seines Schwagers ging nicht hoch. John wurde am vergangenen Samstag in Berlin gefasst und ist geständig.
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