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Ehemalige Tagesschau-Sprecherin
Eva Herman schwadroniert über die Loveparade

Eva Herman bei Johannes B. Kerner
Eva Herman bei Johannes B. Kerner FOTO: AP/ZDF
Duisburg (RPO). Die ehemalige Tagesschau-Sprecherin Eva Herman hat eine eigene Sicht auf die Dinge. Bezüglich ihres Familienbildes hat die 51-Jährige in der Vergangenheit mehrere Bücher veröffentlicht. Nun hat sie die tragischen Ereignisse in Duisburg zum Anlass genommen, der Welt ihre Sicht der Dinge mitzuteilen.

19 Tote bei der Loveparade in Duisburg, mehr als 340 Verletzte. Es dauerte nur wenige Stunden, bis die ehemalige Tagesschau-Sprecherin die Nachricht verarbeitet und analysiert hatte und diese in einem langen Text mit dem Titel "Sex- und Drogenorgie Loveparade: Zahlreiche Tote bei Sodom und Gomorrha" auf der Internetseite des Verschwörungsverlages "Kopp" ("Informationen, die Ihnen die Augen öffnen") der Weltöffentlichkeit zugänglich machte.

Zu allererst zieht Eva Herman die Äußerungen des Bundespräsidenten Christian Wulff in Zweifel. Keineswegs dürfe man laut Herman davon sprechen, dass die Loveparade ein "friedliches Fest fröhlicher junger Menschen aus vielen Ländern" gewesen sei. In Wahrheit sei die Loveparade laut Herman "eine riesige Drogen-, Alkohol- und Sexorgie, geplant, genehmigt und zum Teil finanziert von der Stadt Duisburg und NRW. Außerdem ist Herman der Meinung, dass Kritik an der Loveparade schließlich auch schon in den vergangenen Jahren politisch unkorrekt gewesen sei.

Wer zu so einem Fest gehe, wisse, so Herman, worauf man sich einlasse. "Sie wussten, was sie erwartet, haben sich freiwillig dazu entschieden, hierher zu kommen." Sie schwadroniert weiter: "Riesige dunkle Wolken der Enthemmung und Entfesselung treiben über dem Geschehen, die jungen Menschen wirken, als hätten sie jegliche Selbstkontrolle abgegeben, ekstatisch und wie im Sog folgen sie dem finsteren Meister der sichtbaren Verführung." Alkohol und Drogen führen laut Herman zu "jeder Menge Aggressionspotential".

Herman macht für den irreführenden Begriff "Loveparade" die Achtundsechziger verantwortlich. "Die unheilvollen Auswüchse der Jetztzeit sind, bei Licht betrachtet, vor allem das Ergebnis der Achtundsechziger, die die Gesellschaft 'befreit' haben von allen Zwängen und regeln, welches das 'Individuum doch nur einengen'. Wer sich betrunken und mit Drogen vollgedröhnt die Kleider vom Leib reißt, wer die letzten Anstandsnormen feiernd und tanzend einstürzen lässt, und wer dafür auch noch von den Trägern der Gesellschaft unterstützt wird, der ist nicht weit vom Abgrund entfernt."

Zum Schluss deutet Eva Herman an, dass es sich bei der Tragödie auch um eine Art göttliche Strafe gehandelt haben könnte. "Eventuell haben hier ja auch ganz andere Mächte mit eingegriffen, um dem schamlosen Treiben endlich ein Ende zu setzen."

Der Beitrag war zwischenzeitlich von der Homepage des Verlages verschwunden, derzeit ist er wieder verfügbar. Offenbar wurden ein paar Fotos ausgetauscht. Ihre Formulierungen hat Eva Herman allerdings nicht überarbeitet.

(fb/felt)
 
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