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CSU-Politiker Hans Zehetmair
Ex-Kultusminister nennt Rechtschreibreform Fehler

Ex-Kultusminister Hans Zehetmair nennt Rechtschreibreform Fehler
Zehn Jahre sind seit der Rechtschreibreform vergangen. FOTO: dpa, soe jhe
Hamburg. Zehn Jahre nach Inkrafttreten der Rechtschreibreform geht der langjährige bayerische Kultusminister Hans Zehetmair (CSU) mit der neuen Orthografie hart ins Gericht.

Die Reform sei überflüssig gewesen, sagt er der Wochenzeitung "Die Zeit". Den Streit um die Reform nennt er "gespenstisch". Auch sich selber bezieht er in die Kritik ein: "Ich muss mir vorwerfen, dass ich als Kultusminister nicht frühzeitig die Tragweite erkannt und die Reform in geordnete Bahnen gelenkt habe", sagte der CSU-Politiker.

Im Nachhinein hält es Zehetmair für einen Fehler, dass die Politik sich der Rechtschreibung angenommen hat: "Das sollte nie wieder vorkommen, die Lektion haben alle gelernt." Behutsame Änderungen der Schriftsprache seien nötig. "Sprache ist nicht statisch", sagt Zehetmair, "sondern ein lebendiger Prozess.

Aber ob man Friseur mit ö schreibt oder mit eu – wen sollte das aufregen?" Am 1. August 2005 waren auf Beschluss der Kultusminister in 14 Bundesländern neue Rechtschreibregeln an den Schulen in Kraft getreten, 2006 zogen dann Bayern und Nordrhein-Westfalen nach.

(KNA)
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