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Facebook-Gag vor Volksfest
Die Regensburger Polizei hat noch ein Zimmer frei

Facebook: Polizei Oberpfalz bietet "Themenzimmer in Festivalnähe" an
Die Ausnüchterungszelle der Polizei Oberpfalz. FOTO: Screenshot / Facebook: Polizei Oberpfalz
Regensburg. "Nur 150 Meter Entfernung zur Regensburger Maidult!" – so preist die Polizei Oberpfalz ihr "Themenzimmer" an. Der Facebook-Post mit einem 360-Grad-Foto der Ausnüchterungszelle soll Besucher des Volksfestes warnen, es nicht zu wild zu treiben.

Weiße Fliesen, eine harte Matratze, ein Holzstuhl und ein Klo – das ist die Ausstattung des "Aktionszimmers mit einem Hauch von Promille" der Polizei Oberpfalz.

Schon der Anblick lässt vermuten, dass der Schlafkomfort, wie von der Polizei beschrieben, "unbeschreiblich" ist. "Jede Suite hat ihre eigene Geschichte" und eine "eigene, individuelle Duftmarke", erklärt die Polizei in ihrem Post süffisant. Das Preis-Leistung-Verhältnis gefalle nicht jedem: 60 Euro kostet die Übernachtung in der Zelle

++Nur 150 Meter Entfernung zur Regensburger Maidult!++ Zimmer mit maßstabsgetreuem Ausblick! Ausgezeichnet mit einem...

Posted by Polizei Oberpfalz on Freitag, 12. Mai 2017

(Die 360-Grad-Anwendung funktioniert nur auf der Facebook-Seite der Polizei.) 

"Möchtet Ihr hier wirklich übernachten?" – diese Frage stellt die Polizei Oberpfalz den Besuchern der Regensburger Maidult, die ab Freitag bis zum 28. Mai stattfindet. Unter dem Motto #feiertfair und #KennDeinLimit wird auf diese Art humorvoll auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol hingewiesen.

Facebook-Nutzer feiern "Angebot"

Und die Aktion funktioniert – zumindest finden viele Facebook-Nutzer den Post der Polizei offenbar amüsant. "Immer noch besser als meine erste Wohnung", schreibt jemand, "wie im Schullandheim", kommentiert ein weiterer Nutzer. Andere Facebooker erkundigen sich nach dem Wellnessbereich, WLAN, Fernseher und einer möglichen Vollpension des Zimmers. Einer möchte das "Aktionszimmer" sogar gleich schon im Voraus reservieren – es sei schließlich günstiger als ein Hotel. "Buchung ist nicht möglich", kommentiert die Polizei mit einem Zwinker-Emoji. Frühstück gebe es auch nicht.

Auf die Frage eines Nutzers hin, warum die Übernachtung überhaupt Geld koste, antwortet die Polizei, dass dies im Kostenrecht geregelt sei – die Rechnung komme per Post. Während einige Nutzer mutmaßen, wie die Zelle nach einer Nutzung wohl aussehe und die Reinigungskraft von Herzen bemitleiden, haben sich einige Nutzer bereits gegen das "Aktionszimmer" entschieden: Am Ende ist das Taxi nach Hause dann doch billiger und das eigene Bett das gemütlichste.

(isw)
 
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