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Pressekonferenz zum Fall Tanja Gräff im Livestream
Ermittlungen mit ungewöhnlichen Methoden

Polizei stellt Sturz von Tanja Gräff mit Puppen nach
Polizei stellt Sturz von Tanja Gräff mit Puppen nach FOTO: dpa, ade cul
Trier. Mit Schreiexperimenten und lebensgroßen Puppen versuchen die Ermittler im Fall Tanja Gräff zu klären, ob die junge Frau im Jahr 2007 Opfer eines Verbrechens wurde. Am Donnerstag werden die Ergebnisse des gerichtsmedizinischen Gutachtens vorgestellt. Die Pressekonferenz zeigen wir im Livestream.

Im Fall Tanja Gräff haben die Ermittler auch mit ungewöhnlichen Aktionen versucht, das Rätsel um den Tod der Trierer Studentin zu lösen. Denn nach dem Fund der sterblichen Überreste der 21-Jährigen am Fuße einer steilen Felswand ist weiter offen, ob sie damals verunglückte oder Opfer eines Verbrechens wurde.

Um die Umstände ihres Todes aufzuklären, hatten Ermittler im Juni an der 50 Meter hohen Steilwand Sturzexperimente mit lebensgroßen Puppen gemacht. Anhand des Fallwegs wollten die Ermittler herausfinden, von wo genau die Studentin gestürzt sein könnte. Zudem scannten Experten des Bundeskriminalamtes die Wand ab, um ein dreidimensionales Bild des Gesteins zu bekommen.

Schließlich gingen Phonetiker mit Schreiexperimenten am Felsen einer alten Spur nach. Ein Zeuge will in der Nacht von Gräffs Verschwinden im Juni 2007 einen weiblichen Schrei gehört haben.

Von besonderer Bedeutung ist die Untersuchung der Knochen von Rechtsmedizinern der Universität Mainz. Sie wollten schauen, ob es noch Spuren von Gewalteinwirkung beispielsweise an den Knochen gibt, die nicht vom Sturz des Körpers stammen.

Ermittelt wird weiter wegen eines Tötungsdeliktes. Die 20-köpfige Sonderkommission der Trierer Polizei überprüft auch weiterhin mehr als 800 alte Spuren der vergangenen acht Jahre, die nun in einem neuen Licht erscheinen könnten.

Den Livestream der Pressekonferenz zeigen wir mit freundlicher Unterstützung der Kollegen vom "Trierischen Volksfreund".

(dpa)
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