Bulgarische Blüten: Falsche 200-Euro-Scheine im Umlauf
zuletzt aktualisiert: 16.02.2006 - 12:01München (rpo). Das bayerische Landeskriminalamt (LKA) warnt vor falschen 200-Euro-Scheinen. Die Blüten stammen aus Bulgarien und sehen sehr echt aus. In der vergangenen Woche tauchten in München zwölf solcher Scheine auf. Drei junge Frauen verteilten die Blüten an Taxifahrer, Tankstellen, Imbissbuden, Kaufhäuser und Diskotheken.
Die LKA-Falschgeldfahnder kamen dem Trio jedoch schnell auf die Spur und nahmen am Wochenende eine 20-jährige Deutsche, eine 17-jährige Bulgarin sowie eine 22-jährige Afghanin fest. Die Frauen gestanden übereinstimmend, das Falschgeld von einem 38-jährigen Bulgaren erhalten zu haben. Die Fahnder nahmen den Autohändler am Montag fest. Er bestreitet jedoch die Vorwürfe.
Von der bulgarischen Falschgeldserie sind den Angaben zufolge seit rund einem Jahr bundesweit 61 Blüten sicher gestellt worden. Das bayerische LKA bezeichnete die Fälschungen "als gut und für den Zahlungsverkehr geeignet". Auf den ersten Blick seien die Scheine nur schwierig als Falschgeld zu erkennen. Allerdings fehle auf der Vorderseite im Hologramm der Kippeffekt und auf der Rückseite zeige die Zahl "200" ebenfalls beim Kippen keinen Farbwechsel. Das LKA rechnet damit, dass sich noch weitere Blüten im Umlauf befinden.
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