Drei Kinder von ihren Eltern getötet: Familiendramen an Weihnachten
zuletzt aktualisiert: 26.12.2007 - 16:49Regensburg (RPO). Über die Weihnachtsfeiertage ist es in Deutschland zu zwei erschütternden Familiendramen gekommen: In Regensburg hat eine 37-jährige Frau offenbar ihre beiden Söhne getötet. Die Großeltern fanden sie tot im Badezimmer. In München tötete ein Vater seinen achtjährigen Sohn und anschließend sich selbst.
Bei dem Familiendrama in Regensburg gehen die Ermittler von Gewalteinwirkung gegen Gesicht und Hals als Todesursache aus, wollten aber auf Anfrage keine weiteren Einzelheiten dazu mitteilen. Die Frau wurde noch am Tatort festgenommen und legte inzwischen ein umfassendes Geständnis ab. Sie sollte noch am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt werden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt ebenfalls in dem Fall.
Das Motiv für die Tat sei noch unklar. Eine psychische Beeinträchtigung der Frau wollte die Polizei aber nicht auszuschließen. Näheres müssten die weiteren Ermittlungen zeigen.
Weil es in der Dachgeschosswohnung noch so ruhig gewesen sei, habe die ebenfalls in dem Haus wohnende Großmutter am Dienstagvormittag nach dem Rechten sehen wollen. Dabei fand sie die beiden Jungen leblos im Badezimmer und verständigte die Polizei, die die Mutter noch an Ort und Stelle festnahm. Die Obduktionen der Kinderleichen sind nach Angaben der Polizei bereits abgeschlossen, das Ergebnis soll aber erst am (morgigen) Donnerstag bekanntgegeben werden. Bis dahin werde es auch noch weitere Vernehmungen geben.
Der Vater der Jungen habe sich zum Zeitpunkt der Tat nicht in der Wohnung aufgehalten. Er hatte nach Polizeiangaben das Haus in den frühen Morgenstunden verlassen, um zur Arbeit zu gehen. Gegen ihn gebe es keinen Verdacht.
Junge lag tot neben dem Weihnachtsbaum
In München wurde das achtjährige Opfer im Einfamilienhaus des Vaters tot auf dem Sofa gefunden, gleich neben dem Weihnachtsbaum. Der Vater lag tot im Kinderbett im ersten Stock des Hauses. Als Hintergrund für die Bluttat vermutete die Polizei einen Sorgerechtsstreit.
Seit dem 22. Dezember war der Junge bei seinem Vater. Als die in Rosenheim lebende Mutter ihren Sohn am Dienstag vereinbarungsgemäß abholen wollte, traf sie ihn nicht an. Nach zwei Stunden alarmierte sie die Polizei, die in der
Wohnung im Münchner Stadtteil Feldmoching schließlich die beiden Leichen fand. Der Junge wies keine äußeren Verletzungen auf, so dass eine Obduktion Klarheit über seinen Tod bringen sollte. Bei der Leiche des Vaters wurde eine Plastiktüte gefunden. Offenbar hatte sich der Vater damit erstickt.
Schweiz: Zwillingspaar erstickt
Auch im Schweizer Kanton Zürich wurden zwei Kinder getötet. Es handelt sich um ein siebenjähriges Zwillingspaar, das erstickt wurde. Die Polizei verhaftete kurz darauf die Eltern. Sie hatten in der Nacht zum Montag selbst die Behörden benachrichtigt, dass ihre Kinder umgebracht worden seien. Die Hintergründe der Tat waren noch unklar.
Die Frankfurter Polizei wurde ebenfalls wegen eines Familienkonflikts gerufen: Im Stadtteil Riederwald stritten sich am zweiten Weihnachtstag ein 54 Jahre alter Mann und seine 22-jährige Tochter. Daraufhin stach der Mann auf die Frau ein, übergoss sie mit einer brennbaren Flüssigkeit und versuchte, sie anzuzünden. Der Tochter gelang die Flucht. Der Mann wurde wenig später mit lebensgefährlichen Brandverletzungen aufgefunden und genauso wie die Frau ins Krankenhaus gebracht.
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