Ausschreitungen in Berlin: Festnahmen nach Mai-Krawallen
zuletzt aktualisiert: 01.05.2007 - 09:47Berlin (RPO). Nach friedlichen Veranstaltungen ist in der Nacht zu Dienstag in Berlin zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Randalierern gekommen. Dabei warfen Protestierer den Angaben zufolge mit Flaschen und Steinen auf Polizisten und zündeten vereinzelt Feuerwerkskörper. Bis drei Uhr seien 61 Demonstranten festgenommen worden, sagte Polizeisprecherin Kerstin Menzel.
Zuvor seien rund 600 Demonstranten von Kreuzberg zum Boxhagener Platz in Friedrichshain gezogen, wo zu dieser Zeit ein Straßenfest stattfand, teilte die Polizei mit, die mit einem Großaufgebot vor Ort war.
Bei der Demonstration habe es mindestens sieben Festnahmen gegeben, sagte Menzel. Der Protestzug sei ansonsten aber weitgehend friedlich verlaufen, genauso wie die Veranstaltung am Boxhagener Platz. Zu Beginn der Ausschreitungen hatten sich ihren Angaben zufolge gut tausend Menschen an dem Platz in Friedrichshain versammelt. Viele hätten den Ort dann aber schnell verlassen. Die Polizei sei "konsequent und gezielt" gegen Randalierer vorgegangen, habe sich ansonsten aber zurückgehalten, sagte Menzel. "Das Konzept der 'ausgestreckten Hand' hat funktioniert", betonte sie.
In anderen Berliner Bezirken blieb die Lage nach Polizeiangaben ruhig. Insbesondere im Mauerpark im Stadtteil Prenzlauer Berg sei es im Gegensatz zu den vergangenen Jahren nicht zu Ausschreitungen gekommen, sagte Menzel. Auch im Bezirk Kreuzberg war die Lage ruhig. Die Mai-Krawalle finden in Berlin bereits seit 20 Jahren statt. Auch am Vorabend des 1. Mai war es bei Feiern zur so genannten Walpurgisnacht immer wieder zu Gewalt gekommen. In diesem Jahr war auch wegen des bevorstehenden G-8-Gipfels in Heiligendamm mit Ausschreitungen gerechnet worden.
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