Reaktor heruntergefahren: Feuer im AKW Krümmel
zuletzt aktualisiert: 28.06.2007 - 17:03Hamburg (RPO). Im Atomkraftwerk Krümmel bei Hamburg ist ein Feuer ausgebrochen. Dort soll sich Kühlflüssigkeit in einem Transformator entzündet haben. Der Reaktor ist sicherheitshalber heruntergefahren worden.
Der Reaktor selbst sei nicht betroffen, sagte der Feuerwehrsprecher. Die zuständige Feuerwehr in Geesthacht sagte am Nachmittag auf Anfrage, das Gröbste sei wohl schon vorbei.
Die Band-Meldung ging nach Angaben eines Sprechers der Polizei in Ratzeburg um 15.09 Uhr ein. Ein Trafo oder Trafohäuschen habe gebrannt. Es gebe keine Verletzten. "Alles ist im Griff", sagte der Beamte aus der Einsatzleitstelle.
Das Kernkraftwerk Krümmel liegt etwa 30 Kilometer südöstlich von Hamburg an der Elbe im Ortsteil Krümmel der Stadt Geesthacht in Schleswig-Holstein. Nach knapp zehn Jahren Bauzeit erfolgte am 14. September 1983 die erste kontrollierte Kernspaltung. Der Siedewasserreaktor mit einer Nettoleistung von 1.346 Megawatt produziert jährlich 10,5 Milliarden Kilowattstunden Strom und liefert damit etwa 30 Prozent der insgesamt in Schleswig-Holstein erzeugten Strommenge, wie Betreiber Vattenfall mitteilte.
Nach dem Jahresbericht des Bundesumweltministeriums hat es 2006 in Krümmel die meisten "meldepflichtige Ereignisse" - nämlich 15 - im Kernkraftwerk Krümmel gegeben. Meldepflichtig sind auch schon kleine Zwischenfälle wie der zeitweilige Ausfall von Pumpen oder Stromsystemen.
Immer wieder wurde über einen möglichen Zusammenhang zwischen der Radioaktivität und der in der Umgebung von Geesthacht festgestellten Häufung von Leukämie-Erkrankungen diskutiert.
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