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Flüchtlinge in Deutschland
Antisemitismus-Forscherin hält Sorgen für berechtigt

Von Albanien bis zum Südsudan: Ursachen der großen Flucht
Von Albanien bis zum Südsudan: Ursachen der großen Flucht FOTO: ALESSANDRO BIANCHI
Berlin. Die Antisemitismus-Forscherin Stefanie Schüler-Springorum hält die Sorgen in jüdischen Gemeinden vor zu vielen muslimischen Flüchtlingen für berechtigt, wenngleich noch wenig über deren Einstellungen bekannt sei.

"Sie sind ja gerade dabei, erstmal registriert zu werden", sagte die Direktorin des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin der Deutschen Presse-Agentur. In jüdischen Gemeinden äußern derzeit Mitglieder Bedenken, mit dem Zuzug von Flüchtlingen aus arabischen Ländern könnte der Antisemitismus zunehmen.

"Die Sorgen stammen daher, dass man davon ausgeht, dass die Menschen aus Staaten kommen, die seit Jahren im Krieg mit Israel liegen und in denen judenfeindliche Propaganda verbreitet wird", erklärte Schüler-Springorum. Diese Sorge sei aus ihrer Sicht berechtigt.

"Gleichwohl müssen wir aber auch davon ausgehen, dass nicht jede Propaganda, die vom Staate kommt, eins zu eins übernommen wird. Das haben wir auch in der DDR nicht erlebt."

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(dpa)