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Bundesinnenministerium
Bereits 94 Straftaten gegen Asylunterkünfte in 2016

NRW: Gewalt gegen Flüchtlingsheime 2015
NRW: Gewalt gegen Flüchtlingsheime 2015
Berlin. Die Zahl der Straftaten gegen Asylunterkünfte hat sich in den ersten sechs Wochen des Jahres 2016 gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt. Das geht aus aktuellen Zahlen des Bundesinnenministeriums hervor, die unserer Redaktion vorliegen. Von Jan Drebes

Demnach registrierte das Ministerium seit Jahresbeginn bis zum 9. Februar 94 Straftaten gegen Asylunterkünfte und deren Bewohner. Demgegenüber gab es zwischen 1. Januar und 9. Februar 2015 weniger als 40 Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte.

Seit Jahresbeginn 2016 zählte das Innenministerium bundesweit 38 Sachbeschädigungen, 24 Propagandadelikte und 19 Gewalttaten gegen Flüchtlingsunterkünfte. Außerdem gab es zwölf Brandstiftungen.

Die Zahl dieser Anschläge ist damit im laufenden Jahr bereits verhältnismäßig stark angestiegen. Im Vorjahr gab es mit insgesamt 95 Brandanschlägen auf Asylunterkünfte durchschnittlich acht pro Monat. 2014 waren es dagegen zwölf im gesamten Jahr. Auch ein Vergehen gegen das Sprengstoffgesetz wurde seit Jahresbeginn registriert.

Das Bundesinnenministerium teilte zudem mit, dass 90 der 94 Übergriffe rechtsmotiviert gewesen seien, bei den übrigen vier Delikten könne "eine politische Motivation noch nicht sicher ausgeschlossen werden."

2015 wurden insgesamt 1027 Straftaten gegen Asylunterkünfte registriert, davon waren 918 Übergriffe rechtsmotiviert. Bei 109 Delikten kann laut Bundesinnenministerium eine politische Motivation noch nicht sicher ausgeschlossen werden. 177 der 1027 Straftaten waren Gewaltdelikte. In insgesamt acht Fällen handelte es sich um das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion sowie in weiteren acht Fällen um Vergehen gegen das Sprengstoffgesetz.

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