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Flüchtlingszahlen
Im September kamen fast 164.000 Asylsuchende

Fotos: Flüchtlinge stellen Deutschland vor Herausforderung
Fotos: Flüchtlinge stellen Deutschland vor Herausforderung FOTO: dpa, car pzi
Berlin. Die deutschen Behörden haben im September rund 164.000 Zugänge von Asylsuchenden registriert. Mehr als die Hälfte der Registrierten - rund 85.500 - kam aus dem Bürgerkriegsland Syrien.

Das teilte das Bundesinnenministerium am Mittwoch mit. Von Jahresbeginn bis Ende September seien rund 577.000 Asylsuchende registriert worden, knapp 198.000 von ihnen aus Syrien.

Das Ministerium verwies darauf, dass die Zahlen wegen möglicher Fehl- und Doppelerfassung von Flüchtlingen nicht exakt seien. Sie stammen aus dem so genannten Easy-System, mit dem Behörden die neu eingereisten Flüchtlinge auf die Bundesländer verteilen.

Flüchtlinge erreichen griechische Insel Lesbos FOTO: dpa, fs sh

Im Verlauf des Monats September seien rund 43.000 Asylanträge gestellt worden, teilte das Ministerium weiter mit. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sei das eine Steigerung von 126 Prozent. Diese Zahl liegt deutlich unter jener der neu angekommenen Flüchtlinge, da in der Regel einige Zeit vergeht, ehe ein Flüchtling nach seiner Ankunft einen Asylantrag einreicht.

Die zuständige Behörde entschied im abgelaufenen Monat über 23.000 Asylanträge. Dies waren rund 166 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Knapp 38 Prozent der Antragssteller wurden als Flüchtling anerkannt.

(AFP)