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Neugeborenes in WC zurückgelassen
Mutter des Münchner Flughafenbabys sitzt in U-Haft

Flughafen München: Mutter des Flughafenbabys sitzt in U-Haft
Ein Polizeiabsperrband hängt am 30.07.2015 am Flughafen München vor der Toilette. Hier war zuvor das Neugeborene entdeckt worden. FOTO: dpa, kne kde
München. Fast zwei Wochen nach der Entdeckung eines Neugeborenen in einer Toilette am Münchner Flughafen sitzt die Mutter in Untersuchungshaft.

Die aus Baden-Württemberg stammende 23-Jährige sei bereits am Donnerstag in ihrem Heimatort Heidenheim an der Benz festgenommen worden, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord am Dienstag in Ingolstadt mitteilte. Die Tatverdächtige leugnet den Angaben zufolge bislang, schwanger gewesen zu sein. Auch bestreite sie das ihr zur Last gelegte versuchte Tötungsdelikt. Die DNA-Analyse habe aber mittlerweile den Tatverdacht gegen die Mutter bestätigt.

Die Ermittler kamen der Frau demnach durch einen Zeugenhinweis auf die Spur. Die 23-Jährige habe für einen Münchner eine seltene Katze aus Dubai mitgebracht. Sie hatte sich in Dubai als Au-Pair-Mädchen bei einer Gastfamilie aufgehalten. Nach der Ankunft des Flugzeuges habe der Münchner bei der Frau die offensichtlich bestehende Schwangerschaft bemerkt.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die 23-Jährige wenig später in der Toilette das Kind zur Welt brachte und in einer lebensbedrohlichen Situation zurückließ. Das kleine Mädchen wurde dort am 30. Juni gefunden und in eine Münchner Klinik geflogen. Dort wird das Baby, das den Namen Franziska erhielt, noch immer intensivmedizinisch versorgt.

(AFP)
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