| 21.43 Uhr

Lufthansa-Flug nach Belgrad
Mann droht mit Öffnung der Flugzeugtür während des Fluges

Frankfurt-Belgrad: Crew und Passagiere überwältigen Verdächtigen auf Lufthansa-Flug
FOTO: AP, AP
Berlin . Auf einem Lufthansa-Flug von Frankfurt am Main nach Belgrad ist am Sonntag ein Mann überwältigt worden, der sich an offenbar an einer der Türen im Flugzeug zu schaffen machte.

"Ein Fluggast ist aufgestanden und hat irgendetwas an der Tür machen wollen, und daran wurde er aber durch Crew-Mitglieder und mitreisende Fluggäste gehindert", sagte ein Lufthansa-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. Der Sprecher bestätigte nicht serbische Medienberichte, wonach es sich um einen Jordanier gehandelt haben soll, der ins Cockpit habe vordringen wollen und Aussagen zu Allah gemacht habe.

Der Mann habe sich an einer normalen Tür des Flugzeugs zu schaffen gemacht, nicht an der Cockpit-Tür, sagte der Lufthansa-Sprecher. Die Türen würden sich während des Fluges aber nicht öffnen lassen. "Die Sicherheit an Bord war nicht gefährdet und der Flug ist sicher in Belgrad gelandet", sagte der Sprecher weiter. Einzelheiten zur Identität des Mannes wollte er nicht mitteilen. Der Mann wurde von der Besatzung des Lufthansa-Fluges 1406 überwältigt, die von Spielern des serbischen Handball-Clubs Vojvodina unterstützt wurde. Die Sportler hätten den Mann auch bis zur Landung überwacht. Der Mann sei bis zur Landung auf seinem Sitz "fixiert" und in Belgrad den serbischen Behörden übergeben worden. "Mein Eindruck war, dass der Mann psychisch nicht stabil war", sagte Vojvodina-Präsident Milan Djukic dem lokalen TV-Sender in Novi Sad nach der Landung.

Der russische Spieler Alexej Rastworzew in Diensten Handball-Teams Vojvodina sagte der russischen Nachrichtenagentur Tass, der Mann habe sich von Anfang an verdächtig benommen und sei durch das Flugzeug geschlendert. "Während des Flugs ist ein Steward zu unserem Trainer gekommen und hat um Hilfe gebeten, er hat gesagt, dass der Mann versucht, den Notausgang zu öffnen."

Die Maschine sei planmäßig um 12.45 Uhr in der serbischen Hauptstadt gelandet, die Crew habe den Vorfall nicht der Flugkontrolle gemeldet.

Der serbische Fernsehsender RTS hatte zuvor berichtet, der Mann sei ein Jordanier und habe versucht, ins Cockpit einzudringen. Dann habe er damit gedroht, eine der Türen des Flugzeuges zu öffnen, das sich zu dem Zeitpunkt über Österreich befunden habe. Nach serbischen Presseberichten soll der Mann geschrien haben, er habe den Verstand verloren und wolle zu Allah gemeinsam mit allen Passagieren.

Die Belgrader Tageszeitung "Blic" berichtete, bei dem Mann handele es sich um einen Jordanier mit amerikanischem Pass. Nach der Landung wurde der Verdächtige von der Polizei befragt. Die serbische Staatsanwaltschaft ordnete an, dass er für 48 Stunden in Gewahrsam kommt. Ihm wurde vorgeworfen, die öffentliche Sicherheit gefährdet zu haben

(felt/ap/AFP)
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