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"Widerstand Ost/West"
Massive Proteste gegen Pegida-Ableger in Frankfurt

Frankfurt: Massive Proteste gegen Pegida-Ableger
Rund 2000 Menschen protestieren in Frankfurt gegen eine Versammlung von Islamgegnern und Nationalisten. FOTO: dpa, brx kno
Frankfurt/Main. Mit Sitzblockaden und massiven Protesten haben sich am Samstag rund 2000 Menschen in Frankfurt am Main einem Aufzug von etwa 250 Islamgegnern, Nationalisten und Hooligans entgegengestellt.

Bei massiven Protesten gegen die Kundgebung eines rechtsgerichteten Pegida-Ablegers sind in Frankfurt am Main mehrere Menschen verletzt worden. Die Polizei nahm zahlreiche Demonstranten fest. Fünf Beamte und vier Teilnehmer erlitten bei Zusammenstößen Verletzungen, wie die Polizei am Sonntag berichtete.

Rund 2000 Menschen hatten sich am Samstag dem Aufzug von etwa 250 Islamgegnern, Nationalisten und Hooligans entgegengestellt - es war die erste größere Veranstaltung des Pegida-Ablegers "Widerstand Ost/West". Einige tausend Polizisten aus mehreren Bundesländern waren im Einsatz, um beide Seiten voneinander zu trennen. Ursprünglich hatte die Polizei rund 500 Teilnehmer aus der rechten Szene und bis zu 10 000 Gegendemonstranten erwartet.

Elf der Festgenommenen rechneten die Beamten dem Umfeld der Initiative "Widerstand Ost/West" zu, 19 den Gegendemonstranten. In den meisten Fällen sei es um Körperverletzungsdelikte gegangen, sagte ein Polizeisprecher.

Am Hauptbahnhof und an den Polizeisperren rund um den zentralen Roßmarkt in Frankfurt kam es wiederholt zu Zusammenstößen zwischen teilweise vermummten Mitgliedern von linken Gruppen und Einsatzkräften. Eier und Tomaten wurden geworfen, Böller und Rauchkerzen gezündet. Die Polizei verstärkte ihre Absperrungen mit Wasserwerfern und Hunden.

Die Anhänger des "Widerstands Ost/West" wurden nach ihrer Ankunft auf dem Roßmarkt auf Waffen durchsucht. Die Anmelderin der Versammlung, Esther Seitz, sagte mit Blick auf rechte Hooligans: "Ich freue mich, so viele Hools zu sehen - ihr seid als erste aufgestanden."

An einer Protestkundgebung des Frankfurter Römerbergbündnisses, dem unter anderem Gewerkschaften und die beiden großen christlichen Kirchen angehören, nahmen mehrere hundert Menschen teil. Der Geschäftsführer von Pro Asyl, Günter Burkhardt, sagte, seit dem Aufkommen der Pegida-Bewegung im Herbst vergangenen Jahres versuchten Rechtsextremisten, sich einen Platz in der Mitte der Gesellschaft zu verschaffen. "Das ist die schleichende Gefahr."

(dpa)
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