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Kind für Sex verkauft
Hauptverdächtiger soll Kontaktverbot gehabt haben

Freiburg: Kind für Sex verkauft - Hauptverdächtiger soll Kontaktverbot gehabt haben
Das Polizeipräsidium in Freiburg. FOTO: Patrick Seeger/dpa
Freiburg. Vermutlich über Jahre soll ein neunjähriger Junge bei Freiburg sexuell missbraucht worden sein. Einer der Hauptverdächtigen hätte nach Medienberichten keinen Kontakt mit Kindern haben dürfen.

Gegen den einschlägig wegen Missbrauchs von Minderjährigen vorbestraften 37-Jährigen habe ein Kontaktverbot zu Kindern und Jugendlichen bestanden, berichtete die "Badische Zeitung" am Samstag. Auch die "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" berichteten unter Berufung auf Oberstaatsanwalt Michael Mächtel, dass der Mann trotz des Verbots mit der 47 Jahre alten Mutter des Neunjährigen zusammengezogen war.

Deshalb sei der Mann im Juni 2017 zu einer viermonatigen Haftstrafe wegen Verstoßes gegen Führungsauflagen verurteilt worden. Das Urteil wurde allerdings nicht rechtskräftig. Die Auflagen bestanden, weil der Mann den Berichten zufolge bereits 2010 zu einer Haftstrafe von vier Jahren und drei Monaten wegen Missbrauchs verurteilt worden war.

Das Kind kam in staatliche Obhut, nachdem ein wohl von dem 37-Jährigen maßgeblich organisierter Pädophilenring im September zerschlagen worden war. In Untersuchungshaft sitzen die Mutter sowie sieben Männer, unter ihnen ein 49 Jahre alter Soldat, ein 37 Jahre alter Schweizer Staatsbürger und ein 32-jähriger Spanier.

Die Mutter und ihr Lebenspartner sollen das Kind jeweils gegen Zahlung von mehreren tausend Euro für sexuelle Misshandlungen und Vergewaltigungen an Gewalttäter verkauft haben.

(das/dpa)