| 18.56 Uhr

Freiburg und Hamburg
Tödliche Gewaltverbrechen an Teenagern

Freiburg. In den Städten Hamburg und Freiburg sind junge Menschen durch Gewaltverbrechen ums Leben gekommen.

Eine 19 Jahre alte Studentin ist im badischen Freiburg tot an einem Flussufer gefunden worden. Die junge Frau wurde Opfer eines Gewaltverbrechens, wie die Polizei am Montag mitteilte. Die Obduktion der Leiche habe zudem ergeben, dass die 19-Jährige ertrunken sei. Zu den näheren Umständen der Gewalttat wollte die Polizei unter Verweis auf ermittlungstaktische Gründe zunächst keine Angaben machen. Die Angehörigen seien verständigt worden.

Eine Joggerin hatte die Tote am Sonntagmorgen am Ufer des Flusses Dreisam entdeckt. Ein weißes Damenrad lag einige Meter entfernt von der Leiche im Gebüsch. Vermutlich war die 19-Jährige mit dem Rad auf dem Heimweg von einer Studenten-Party. Die Polizei sperrte das Gebiet um den Fundort weiträumig ab, um Spuren zu sichern. Zur Aufklärung des Falls wurde eine 40-köpfige Sonderkommission einberufen.

16-Jähriger in Hamburg getötet

Auch in Hamburg ist es zu einem tödlichen Gewaltverbrechen gekommen: Unter einer Brücke mitten in der Innenstadt ist ein 16-jähriger Jugendlicher getötet worden. Wie die Polizei am Montag mitteilte, soll ein zunächst unbekannter Täter den Jugendlichen am Sonntagabend niedergestochen haben. Der 16-Jährige starb kurz darauf im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen.

Dem Polizeibericht vom Montag zufolge stieß der Angreifer bei der Tat unter der Kennedybrücke die 15-jährige Begleiterin des Opfers in die Alster. Das Mädchen konnte sich selbst aus dem Wasser retten. Nach den bisherigen Ermittlungen trat der Mann von hinten an den Jugendlichen heran und stieß mehrmals auf sein Opfer ein, vermutlich mit einem Messer.

Der Täter soll 23 bis 25 Jahre alt und 1,80 bis 1,90 Meter groß sein.
Er sei nach der Tat davongelaufen. Am Montagmorgen suchte ein großes Aufgebot an Polizisten an der Alster nach der Tatwaffe und weiteren Hinweisen. Auch mehrere Taucher waren im Einsatz. Die Mordkommmission ermittelt und hat mögliche Zeugen zur Mitarbeit aufgerufen. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unbekannt.

Unter der Kennedybrücke leben seit Jahren einige Obdachlose in Zelten. Das Opfer und seine Begleiterin gehören den Angaben zufolge nicht zu dieser Gruppe. Die Tat ereignete sich auch nicht auf dem Ufer, an der die Zelte der Obdachlosen stehen, sondern auf der gegenüberliegenden Seite.

(felt/dpa)
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