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Sexuelle Übergriffe an Silvester
Freisprüche in Hamburger Prozess – Kritik der Richterin

Hamburg. In einem Prozess um sexuelle Übergriffe in der Silvesternacht hat das Landgericht Hamburg am Dienstag drei Angeklagte freigesprochen. Kritik gab es an den Ermittlern.

Die Vorsitzende Richterin kritisierte nach Angaben eines Gerichtssprechers die Ermittlungsbehörden scharf. Bei der Vernehmung der betroffenen Frau seien schwere Fehler gemacht worden.

Die 18-Jährige habe sich vor der ersten Vernehmung bei der Polizei Bilder eines Fotografen anschauen können, die die Geschehnisse an der Reeperbahn und der Großen Freiheit dokumentierten. Erst danach sei sie befragt worden.

Dieses Vorgehen verfälsche die Wiedererkennungsleistung der Zeugin, stellte das Gericht fest. Die Angeklagten erhalten für ihre Zeit in Untersuchungshaft eine Entschädigung von 25 Euro pro Tag, insgesamt jeweils um 4600 Euro.

(das/dpa)
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