| 17.27 Uhr

Fremdenfeindlicher Vorfall in Sachsen
Deutscher prügelt 15-jährigen Afghanen ins Krankenhaus

Jocketa. In der Nähe von Plauen (Sachsen) soll ein Deutscher einen jungen Afghanen krankenhausreif geprügelt haben. Zuvor habe der betrunkene Mann den 15-Jährigen und zwei syrische Begleiter am Samstagabend in einem Zug beleidigt und ihnen dabei den Hitlergruß gezeigt.

Das teilte die Bundespolizei am Sonntag mit. Die Ermittler stuften die Tat des 31-Jährigen als fremdenfeindlichen Angriff ein. Der 31-Jährige war mit dem Zug aus dem nahen Tschechien gekommen, später stiegen der Afghane und die Syrer zu. Noch im Zug habe der Angreifer dem 15-Jährigen Zeugen zufolge einen Fausthieb zugefügt, berichteten die Ermittler. Die drei Ausländer stiegen am Haltepunkt Jocketa in der Nähe von Plauen aus. Der 31-Jährige folgte ihnen laut Polizei und prügelte weiter auf den Afghanen ein. Nachdem dieser hingefallen war, habe er mehrfach den Kopf des Jugendlichen auf den Boden gestoßen, so die Aussagen.

Der 15-Jährige sei mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht worden. Wie schwer die Verletzungen sind, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Gegen den Angreifer wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Bei dem Mann wurden 1,9 Promille Alkohol gemessen.

(felt/dpa)
 
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