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Fremdenhass
Rechte greifen Asylbewerber in Rostock an

Rostock. In Rostock ist eine Gruppe Asylbewerber Opfer einer Attacke durch mutmaßliche Neonazis geworden. Derartige Übergriffe sind in der Ostseemetropole kein Einzelfall. Beinahe zeitgleich geriet eine Urlauberin aus Jamaika in Bedrängnis.

Mutmaßlich Rechtsradikale haben auf einem Dorffest im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern sieben Asylbewerber bedroht und angegriffen. Wie die Polizei mitteilte, umringten fünf Betrunkene, die der rechten Szene angehören oder nahestehen sollen, die Asylbewerber in der Nacht zum Sonntag. Dann versetzte einer von ihnen einem Flüchtling einen Kopfstoß.

Alarmierte Polizisten und Einheimische brachten die Migranten in Sicherheit. Dann gerieten die Beamten jedoch selbst in Bedrängnis, als die Angreifer auf sie losgingen. Die Polizei setzte Reizgas ein, die Angreifer flüchteten. Der Vorfall ereignete sich in dem Ort Sukow-Marienhof.

Am Samstagabend beschimpfte ein Mann aus einer Gruppe von sieben Betrunkenen am Strand in Rostock-Warnemünde eine jamaikanische Urlauberin und ihren Sohn rassistisch. Als ein Begleiter der Frau dazwischen gehen wollte, wurde er laut Polizei von drei Männern aus der Gruppe angegriffen und leicht verletzt. Die Täter flüchteten, als die Polizei alarmiert wurde.

(dpa)
 
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