Tödlicher Unfall auf der A46: Fünf Menschen sterben durch Falschfahrer
zuletzt aktualisiert: 21.10.2012 - 13:22Hagen/Dortmund (RPO). Vier Menschen sitzen in dem Auto, das in der Nacht zum Sonntag im Sauerland mit dem Wagen eines Falschfahrers zusammenstößt. Der Polizei bietet sich am Unfallort ein Bild des Grauens.
Er prallte am Sonntagmorgen mit seinem Wagen auf der A 46 bei Meschede gegen ein entgegenkommendes Auto, in dem vier Menschen saßen. Sein Fahrzeug ging sofort in Flammen auf. Der Unfallverursacher verbrannte in dem Wrack. Vier Unfallopfer starben bei dem schweren Frontalaufprall, wie die Polizei in Dortmund berichtete. Sie korrigierte damit erste Angaben, wonach beide Wracks brannten.
Polizei und Feuerwehr rückten mit einem Großaufgebot aus. Die Bergung der Toten gestaltete sich zunächst schwierig. "Die Situation am Unfallort ist unübersichtlich", sagte ein Polizeisprecher am Morgen. Nach bisherigen Ermittlungen geht die Polizei von Selbstmord aus.
Klar sei, dass der Falschfahrer alleine in seinem Wagen gesessen habe. In dem zweiten Auto waren drei Frauen und ein Mann. Drei der vier Opfer waren sofort tot, eine Frau starb im Krankenhaus. Den endgültigen Unfallhergang in der Nacht kläre ein Sachverständiger, teilte die Polizei in einer Pressemitteilung am Sonntag mit. Bei dem Falschfahrer handelt es sich um einen 24-Jährigen aus Sundern im Sauerland. In dem anderen Auto saßen ein Ehepaar (47 und 41) und zwei Frauen im Alter von 39 und 27 Jahren aus dem Kreis Meschede.
Die Bergung dauerte noch bis rund 13 Uhr. Die A 46 in Richtung Hagen wurde 12 Stunden lang komplett gesperrt. Details zum Unfallhergang konnte der Sprecher zunächst nicht nennen.
Mit dem jüngsten Unfall steigt die Opferzahl bei Geisterfahrer-Crashs allein in diesem Oktober auf zwölf. Erst vergangenen Montag waren ein Vater und seine beiden kleinen Kinder beim Zusammenstoß mit einem Geisterfahrer auf der A1 in Rheinland-Pfalz ums Leben gekommen. Anfang des Monats starben eine 31-jährige Mutter und ihre beiden Töchter sowie ein entgegenkommender Autofahrer auf der Autobahn 73 bei Bamberg in Bayern.








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