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Klinik in Fürstenfeldbruck
Schwangere verliert Baby und wartet vier Stunden auf Hilfe

Fürstenfeldbruck: Schwangere verliert Baby und bleibt vier Stunden ohne Behandlung
Das Klinikum erklärte, dass im fraglichen Zeitraum mehrere Entbindungen gleichzeitig stattfanden. (Symbolfoto) FOTO: AP, AP
Fürstenfeldbruck. Eine Frau mit Blutungen muss in einer Kreisklinik vier Stunden lang auf eine Behandlung warten. Das ungeborene Kind war zu diesem Zeitpunkt schon tot. Die Klinik beruft sich auf einen "Ausnahmezustand".

Die Frau aus Puchheim (Bayern) war im dritten Monat schwanger. Als Blutungen einsetzten, fuhr sie mit ihrem Ehemann am 29. Juli in die Kreisklinik Fürstenfeldbruck, wie der Münchener "Merkur" auf seiner Webseite berichtet

Den Angaben des Paars zufolge habe man vier Stunden auf eine erste Untersuchung durch eine Ärztin warten müssen. Diese habe dann eine Operation veranlasst, die drei Stunden später stattfand.

Dem Bericht zufolge soll der Fötus bereits beim Eintreffen in der Klinik tot gewesen sein. Das Klinikum erklärt die lange Wartezeit in diesem Fall mit einem "Ausnahmezustand". Mehrere Geburten liefen demnach gleichzeitig, die beiden Ärztinnen vor Ort seien voll ausgelastet gewesen. 

"Wir bedauern, dass die Puchheimerin so lange warten musste. Das lag auch daran, dass ihre Lage nicht lebensbedrohlich war", zitiert der "Merkur" die Sprecherin des Klinikums.

Der Ehemann der Frau erklärt, er wolle nicht zu sehr auf das Krankenhaus schimpfen. Als sie endlich an der Reihe war, sei seine Frau gut behandelt worden. Vor zwei Jahren sei die gemeinsame Tochter in dieser Klinik auf die Welt gekommen.

"Aber so etwas wie an dem Samstag sollte nicht vorkommen", fordert der 38-Jährige.

(csi/felt)
 
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