Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Produzenten: Gammelfleisch-Verdacht: Metro nimmt Produkte aus den Regalen
zuletzt aktualisiert: 06.12.2007 - 11:51Düsseldorf/Oldenburg (RPO). Der Düsseldorfer Metro-Konzern hat nach Bekanntwerden eines möglichen neuen Gammelfleischskandals in sämtlichen Geschäften die Produkte der betroffenen Firma aus den Regalen genommen.
Man werde bis zur Klärung der Vorwürfe keine Produkte der Firma mehr verkaufen, sagte ein Sprecher von Metro am Donnerstag in Düsseldorf. Betroffen von der Maßnahme sind die Handelsketten real, Extra sowie Metro Cash & Carry.
Das ARD-Magazin "Panorama" und der Hörfunksender NDR Info hatten am Mittwoch berichtet, dass die Staatsanwaltschaft Oldenburg wegen möglichen Verstoßes gegen das Lebensmittel- und Futtergesetz gegen den Geflügelfleisch-Produzenten Heidemark ermittelt.
In einem Betrieb des Unternehmens in Niedersachsen solle möglicherweise bereits verdorbenes Putenfleisch umverpackt und neu etikettiert worden sein. Das hätten ehemalige Mitarbeiter der Firma ausgesagt und in eidesstattlichen Versicherungen bestätigt, die "Panorama" und NDR Info vorlägen.
Am Dienstag hatten Beamte den Angaben zufolge die Heidemark-Betriebe in den niedersächsischen Orten Garrel und Ahlhorn sowie eine weitere Firma in Baden-Württemberg durchsucht. Das Unternehmen Heidemark wies gegenüber "Panorama" und NDR-Info die Vorwürfe als "völlig gegenstandslos" zurück. Man werde die Staatsanwaltschaft "vorbehaltlos unterstützen", um eine schnelle Aufklärung zu erreichen, hieß es.
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