Tausende haben sich am Mittwochabend zu der Trauer- und Gedenkfeier für Dominik Brunner, das Opfer einer Prügelattacke am Münchener S-Bahnhof Solln, eingefunden.
Der 50-jährige Geschäftsmann (hier mit Familienangehörigen) hatte Kinder, die von den 17- und 18-jährigen Tätern bedroht wurden, vor einem Erpressungsversuch in Schutz genommen.
Ein evangelischer Pfarrer platziert während einer ökumenischen Andacht am Tatort einen Stein in ein Symbol der "Spirale der Gewalt".
"Als erstes soll nicht die Erinnerung an den Tod Dominik Brunners bleiben, sondern seine Tat", sagte Pfarrer Christian Wendebourg am Tatort. Sein Einsatz habe die Spirale der Gewalt durchbrochen.
Rosen und Steine als Zeichen von Gewalt und Hoffnung.
Im Laufe der Trauerfeier füllt sich der Steinkreis immer mehr mit Kerzen und Blumen.
Auffällig viele Jugendliche und Kinder nehmen an der Gedenkveranstaltung teil.
So auch diese Pfadfindergruppe. Die Trauer ist den Kindern in die Gesichter geschrieben.
Ein Unbekannter hat am Tatort mit einer symbolischen Aktion die mangelnde Zivilcourage in der Gesellschaft beklagt. Auf dem Bahnsteig wurde ein Wassergefäß aufgestellt, in dem sich Vorbeigehende ihre "Hände in Unschuld waschen" sollen.
Unzählige Kerzen und Blumen zieren den Tatort.
Die Tat löste eine neue Debatte über die Themen Zivilcourage und Jugendgewalt aus.
Brunner wird posthum von der Bayerischen Regierung der "Bayerische Verdienstorden" verliehen.