Polizei schießt auf Täter: Geiselnahme im hessischen Königstein
zuletzt aktualisiert: 26.10.2006 - 08:49Königstein (RPO). Eine Spezialeinheit der Polizei hat in den frühen Morgenstunden eine Geiselnahme mit einem Schuss auf den Täter zuende gebracht. Ein offenbar psychisch kranker 35-Jähriger hatte im hessischen Königstein eine Nachbarin in seine Gewalt gebracht und bedroht. Verhandlungsversuche scheiterten. Nach dem gezielten Schuss der Polizei ist der Täter verletzt, aber nicht in Lebensgefahr.
Der Geiselnehmer hatte bereits am frühen Mittwochabend die unter ihm wohnende Nachbarin aufgesucht, mit einem Messer bedroht und sie in seine Gewalt gebracht. Sein Motiv lag zunächst völlig im Dunkeln. Zunächst erklärte er, er habe die Frau verletzt, und weigerte sich, die Wohnung zu verlassen. Er drohte mit einem Gewaltverbrechen.
Der Mann stand während der Tat augenscheinlich unter Alkoholeinfluss. Er war in der Vergangenheit bereits mehrfach wegen Drogen,- Eigentums- und Gewaltdelikten in Erscheinung getreten.
Polizeikräfte umstellten das im Ortsteil Schneidhain gelegene Mehrfamilienhaus. Alle Versuche der Polizei, den Mann im Verlauf der Nacht zur Aufgabe zu bewegen, schlugen fehl. Schließlich setzten Beamten einer Spezialeinheit aus Frankfurt den Täter kurz nach 05.00 Uhr mit einem gezielten Schuss außer Gefecht. Die Ermittlungen dauerten am Morgen an.
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