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Geldtransporterüberfall
DNA-Spuren stammen von Ex-RAF-Terroristen Garweg und Staub

Geldtransporterüberfall: DNA-Spuren stammen von Ex-RAF-Terroristen
Die Ex-RAF-Terroristen Burkhard Garweg und Ernst-Volker Wilhelm Staub. FOTO: ap
Hannover. Nach dem Raubüberfall im niedersächsischen Cremlingen hat eine Auswertung von DNA-Spuren den Tatverdacht gegen frühere RAF-Terroristen erhärtet.

Zwei DNA-Spuren seien Burkhard Garweg zuzuordnen und eine Ernst-Volker Staub, bestätigte der Sprecher der Verdener Staatsanwaltschaft, Lutz Gaebel, am Dienstag. Ob möglicherweise auch Daniela Klette an der Tat beteiligt war, ist unklar. Zuerst hatte der NDR über die Auswertung der DNA-Spuren berichtet.

Am 25. Juni hatten drei Täter mit einer Panzerfaust und einem Automatikgewehr bewaffnet einen Geldtransporter in Cremlingen bei Braunschweig überfallen. Nach Polizeiangaben bedrohten zwei maskierte Täter - eine Frau und ein Mann - den Fahrer in einem Gewerbegebiet mit einer Panzerfaust und einem Automatikgewehr.

Es sei gegen den Wagen und in die Luft geschossen worden. Zuvor hatten zwei Autos den Transporter eingekeilt, nachdem der Beifahrer ausgestiegen war, um die Tageseinnahmen eines Geschäfts abzuholen. Ein dritter Täter habe in dem Laden Geld gefordert und dort in die Decke geschossen.

Das Muster glich dem der Überfälle vom 6. Juni 2015 in Stuhr bei Bremen und dem vom 28. Dezember 2015 in Wolfsburg. In beiden Fällen waren die Tatabläufe vergleichbar mit dem Überfall in Cremlingen. Es wurden automatischen Waffen und eine Panzerfaust eingesetzt.

Den Ex-Terroristen werden seit 2011 inklusive Cremlingen nun insgesamt neun Raubüberfalle zugerechnet, bei denen sie rund 400.000 Euro erbeutet haben sollen. Acht der Taten geschahen in Niedersachsen, eine in Schleswig-Holstein. In vier Fällen - Stuhr, Wolfsburg, Cremlingen und Hildesheim - wurden DNA-Spuren gefunden, die auf die Ex-RAF-Terroristen als Täter hinwiesen.

(felt/dpa)
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