NRW-Umweltministerium: Gen-Mais wurde nicht ausgesät
zuletzt aktualisiert: 07.06.2010 - 15:24Düsseldorf (RPO). Mit Gen-Mais verunreinigtes Saatgut ist zwar nach Nordrhein-Westfalen gelangt, aber dort nicht ausgesät worden. Das teilte das Umweltministerium am Montag in Düsseldorf mit.
Nach Recherchen der Umweltschutzorganisation Greenpeace ist in Deutschland trotz Verbots auf bis zu 3000 Hektar mit Gen-Mais verunreinigtes Saatgut ausgebracht worden. Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium hatte laut Greenpeace seit Anfang März von der Verunreinigung gewusst. Trotzdem sei das Saatgut verkauft und ausgesät worden. Bei dem verunreinigten Saatgut handle es sich um Mais der Firma Pioneer Hi-Breed. Es sei bis zu 0,1 Prozent mit dem Gen-Mais NK603 kontaminiert.
In NRW hat laut Düsseldorfer Umweltministerium ein Händler mit Gen-Mais verunreinigtes Saatgut erhalten. Die Überprüfung des Händlers habe ergeben, dass dieser Mais von dort in ein anderes Bundesland geliefert und nicht in NRW ausgesät wurde.
Zurzeit laufen die Überprüfungen der Warenströme in den anderen Ländern. In NRW werde ebenfalls ein Maissaatgut-Monitoring durchgeführt. Die Ergebnisse zu den Saatgutuntersuchungen würden im Gentechnik-Report des Landes Nordrhein-Westfalen veröffentlicht. Bei den Saatgut-Untersuchungen auf gentechnisch veränderte Anteile strebt Nordrhein-Westfalen an, dass die Untersuchungsergebnisse grundsätzlich vor der Aussaat vorliegen.
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