Prozessbeginn in Bielefeld: Geplanter Amoklauf gegen Zeugen Jehovas
zuletzt aktualisiert: 25.01.2010 - 07:24Bielefeld (RPO). Ein 83 Jahre alter Mann muss sich ab heute wegen eines geplanten Amoklaufs gegen die Zeugen Jehovas vor dem Bielefelder Landgericht verantworten.
Laut Anklageschrift soll der Mann am 30. Juli vermummt und mit einer Maschinenpistole bewaffnet in den Gebetssaal der Religionsgemeinschaft in Bielefeld gestürmt sein. Ziel sei es gewesen, möglichst viele der 81 anwesenden Gläubigen zu töten.
Die Tat scheiterte, weil die Waffe nicht funktionierte. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten versuchten heimtückischen Mord aus Rache vor. Der 83-Jährige soll die Glaubensgemeinschaft für die jahrzehntelange Entfremdung von seiner Tochter verantwortlich gemacht haben.
Die zehnte Strafkammer hat zunächst sieben Verhandlungstage angesetzt. Mit einem Urteil wird für den 15. April gerechnet.
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