Ticket Schwarzmarkt: Gericht verbietet Handel mit Depeche-Mode-Tickets
zuletzt aktualisiert: 22.05.2009 - 17:09Hamburg (RPO). Das Landgericht München hat einem Internet-Ticketportal verboten, mit Eintrittskarten für Depeche-Mode-Konzerte zu handeln. Der Anbieter hatte die Karten direkt aus dem Vertriebssystem des Veranstalters erstanden und zu überhöhten Preisen weiter verkauft.
Die Marek Lieberberg Konzertagentur hat vor dem Landgericht München einen Erfolg im Kampf gegen den Ticket-Schwarzmarkt errungen. In einer Einstweiligen Verfügung sei dem Internet-Ticketportal Ventic der Smartfox Media der Handel mit Eintrittskarten für die Depeche-Mode-Tournee 2009 untersagt worden, die Smartfox durch Schleichbezug direkt aus dem Vertriebssystem vom Veranstalter erwirbt oder durch Dritte erwerben lässt, teilten die Verbände der Konzertwirtschaft am Freitag in Hamburg unter Berufung auf die Gerichtsentscheidung mit.
Zahlreiche kommerzielle Ticketbörsen handelten auf Kosten der Fans und der Künstler, indem sie Karten zu stark überhöhten Preisen anböten und für eine künstliche Verknappung sorgten, teilten die Verbände weiter mit. An diesen Mehreinnahmen seien weder die Künstler noch die Konzertveranstalter beteiligt.
Marek Lieberberg ist Veranstalter der deutschen Konzerte der Depeche-Mode-Tour 2009. Bei allen Kartenverkäufen über die Vorverkaufsstellen des autorisierten Ticketvermarkters CTS Eventim wurde in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von MLK den Angaben zufolge der gewerbliche Weiterverkauf der Konzertkarten für diese Tournee ausdrücklich ausgeschlossen.
Dennoch habe Smartfox bereits kurz nach Beginn des Vorverkaufs große Kartenkontingente zu stark überhöhten Preisen für die Konzerte im Internet angeboten. Hiergegen wandte sich MLK mit einer Einstweiligen Verfügung, die nun vom Landgericht München bestätigt wurde.
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