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Stadtarchiv Köln: Gerichtsmediziner untersuchen die zweite Leiche

zuletzt aktualisiert: 13.03.2009 - 09:19

Köln (RPO). Nachdem am Donnerstagabend die zweite Leiche aus den Trümmern des Stadtarchivs Köln geborgen wurde, wird die derzeit in der Gerichtsmedizin untersucht. Ob es sich bei dem Toten um den vermissten 24-jährigen Design-Studenten handelt, ist nach Angaben eines Feuerwehrsprechers zunächst "unklar, aber wahrscheinlich". Die Polizei rechnet noch im Laufe des Tages mit einem Ergebnis.

Mehr als eine Woche nach dem Einsturz des Stadtarchivs in Köln ist am Donnerstagabend eine zweite Leiche im Trümmerhaufen gefunden worden.  Die Leiche wurde am Abend gegen 21 Uhr in die Gerichtsmedizin gebracht. Nun soll die Identität des Toten geklärt werden. Laut einem Polizeisprecher könnten noch  im Laufe des Freitags weitere Einzelheiten bekannt werden.

Den Angaben zufolge hatte die Leiche neuneinhalb Meter unter Straßenniveau gelegen. Die Fundstelle befand sich nur wenige Meter von der Stelle entfernt, an der die Bergungsmannschaften am vergangenen Sonntag den anderen Vermissten - einen 17-jährigen Bäckerlehrling - tot gefunden hatten.

Die Rettungskräfte kamen auch bei der Bergung von Archivmaterial voran. Laut Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) konnten bisher bis zu 25 Prozent des Archivmaterials gerettet werden. Die Dokumente im Schuttberg seien zum Teil noch relativ gut erhalten. Trotz großer Verluste hoffe er daher, dass wichtige Teile des Kulturguts gerettet werden können.

Das Stadtarchiv war am 3. März eingestürzt und hatte zwei benachbarte Häuser mitgerissen. Der 17-Jährige, der sich in einer Dachgeschosswohnung im Nachbargebäude aufgehalten hatte, war am 8. März tot aus dem Trümmerhaufen geborgen worden. Der 24-jährige Student, ein Marokkaner, sollte sich ebenfalls in einer Dachgeschosswohnung des Nachbarhauses aufgehalten haben und galt seitdem als vermisst.

Am Donnerstagabend hatte es eine nicht-öffentliche Bürgerversammlung mit den unmittelbar betroffenen Anwohnern der Severinstraße gegeben. Dabei ging es nach Angaben des Oberbürgermeisters vor allem um ungelöste Miet- und Eigentumsfragen.

Quelle: DDP

 
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