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Nach Germanwings-Katastrophe
Unionsfraktionsvize Vaatz fordert Zwei-Personen-Regel für Cockpits

Ermittlungen im Fall Andreas L.
Ermittlungen im Fall Andreas L. FOTO: Federico Gambarini
Exklusiv | Berlin. In der Debatte um eine Verbesserung der Flugsicherheit fordert der für Verkehr zuständige Unionsfraktionsvize Arnold Vaatz von allen deutschen Airlines die schnelle Umsetzung einer Zwei-Personen-Regel in Cockpits. Von Jan Drebes

"Ich halte Maßnahmen für geboten, die die Sicherheit erhöhen. Deswegen bin ich dafür, dass künftig immer eine Person aus der Kabinencrew im Cockpit sein muss, während entweder der Pilot oder der Co-Pilot das Cockpit verlässt", sagte Vaatz unserer Redaktion.

Im konkreten Fall des offenbar willentlich herbeigeführten Absturzes einer Germanwings-Maschine in Frankreich hätte eine solche Vorsichtmaßnahme wahrscheinlich Menschenleben retten können, sagte Vaatz. Er sei zwar kein Flugsicherheitsexperte und die Zwei-Personen-Regel könne auch keine hundertprozentige Sicherheit bieten.

Vaatz appellierte aber dennoch an alle deutschen Airlines, eine solche Regel "freiwillig und unverzüglich" umzusetzen. "Das wäre ein vertrauensbildendes Signal", so Vaatz. Unabhängig davon müsse nun weiterhin ergebnisoffen nach der Absturzursache gefahndet werden, betonte der Unionsfraktionsvize.

 

 
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