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Germanwings-Absturz
Angehörige der Opfer machen Lufthansa neue Vorwürfe

Germanwings-Absturz: Opfer-Angehörige machen Lufthansa neue Vorwürfe
Lufthansa-Chef Carsten Spohr erhielt einen Brief der Angehörigen. FOTO: ap
Düsseldorf. Bald ist es drei Jahre her, als 150 Menschen beim Absturz einer Germanwings-Maschine in den französischen Alpen starben. Angehörige erheben erneut schwere Vorwürfe gegen Germanwings-Mutter Lufthansa.

In einem an Lufthansa-Chef Carsten Spohr persönlich gerichteten Brief werfen sie dem Konzern eine "Strategie des Mürbemachens und der Drohungen" vor und beklagen aus ihrer Sicht zu geringe Entschädigungen. Über den Brief hatten "stern.de" und das Online-Portal der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) berichtet.

Ein Lufthansa-Sprecher bestätigte den Eingang des Briefs, wollte sich darüber hinaus aber nicht zu den Vorwürfen äußern. Die Lufthansa sei im Dialog mit den Hinterbliebenen, sagte er. Der Absturz der Germanwings-Maschine jährt sich am 24. März 2015 zum dritten Mal.

Der Umgang mit den Hinterbliebenen des Absturzes sei "Erpressung", heißt es in dem Schreiben. So müssten sie etwa für eine weitere Kostenübernahme von psychotherapeutischen Behandlungen eine Erklärung unterzeichnen, auf Prozesse und weitere Ansprüche gegen die Lufthansa zu verzichten.

Außerdem seien Entschädigungen von pauschal 25.000 Euro pro Opfer und jeweils 10.000 Euro für nahe Angehörige wegen der erlittenen Schmerzen nicht ausreichend. Laut Lufthansa ist wesentlich mehr gezahlt worden. "Pro Opfer beliefen sich die Zahlungen auch in Deutschland in den meisten Fällen auf über 100.000 Euro", sagte der Sprecher.

(gaa/dpa)
 
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